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Finanzmärkte gaaaaaanz einfach PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 24. September 2008
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Finanzmärkte gaaaaaanz einfach
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Die deutsche Bundeskanzlerin forderte mehr Aufklärung über die Finanzmärkte für ihre Bürger. Ihr Vorbild sei "die Sendung mit der Maus". Seit langem erkläre der ARD-Klassiker sehr gut, wie eine Kaffeemaschine oder ein Fahrrad funktioniere: „Heute müssten wir aber auch eine Sendung für Finanzprodukte haben, also ein besseres Verständnis der heutigen Kapitalmärkte.“

Der Wunsch von Angela Merkel wurde erhört. Im Internet macht "Die Sendung mit der Maus. Heute: Was ist eigentlich ein Hedge-Fonds?" die Runde.

Guten Morgen liebe Kinder,

heute kommen wieder einmal die Maus und der kleine dicke Elefant zu Euch und die erklaeren Euch heute einmal, was Hedge Fonds sind, weshalb die auch nur mit Wasser kochen und warum wer anderen eine Grube graebt, oft selbst hineinfaellt. Viele Menschen haben von der Boerse keine Ahnung. Klingt bloed, is aber so. Deswegen hat irgendwann einmal ein kluger Kopf sogenannte Investmentfonds erfunden. Die sind wie eine riesige Spardose, in die ganz viele Menschen jeden Monat Geld einwerfen. Von dem Geld kauft der Fondsmanager - das ist der Mann, der den Schluessel fuer die Spardose hat - aber kein Eis und auch kein Spielzeug, sondern Wertpapiere. Denn er kennt sich mit Wertpapieren aus und weiss immer genau, welche toll sind und welche nicht. Wenn die Wertpapiere, die der Fondsmanager kauft, im Kurs steigen, haben alle was davon und weil die Fonds so viel Geld von ganz vielen Leuten verwalten, guckt der Staat - also die Tante Angela und der Onkel Peer - den Fondsmanagern auch immer genau auf die Finger. So muessen die Fondsmanager jede Menge Gesetze und Vorschriften beachten, die alle den Anleger schuetzen sollen.

ImageNeben den normalen Investmentfonds gibt's auch noch Hedge Fonds. Hauptsaechlich in Amerika. Die haben aber eigentlich weder was mit "hedging" noch mit "Fonds" zu tun - zumindest nicht mit denen, die Eure Omi jeden Monat fuer Euch kauft, damit Ihr spaeter mal studieren oder Euch einen gebrauchten VW Kaefer kaufen koennt. "to hedge" ist englisch und bedeutet soviel wie absichern. Das macht Euer Papi im Buero jeden Tag. Denn Euer Papi ist Jumbohaendler und wenn ein Kunde ihm irgendwelche Wertpapiere verkauft, die er nicht gleich wieder loswerden kann, dann verkauft er an der Eurex - das ist eine Terminboerse - ein paar Futures und schon hat er kein Risiko mehr - zumindest kein Kursrisiko. Das nennt man hedgen. Und dann ist sein Chef gluecklich (zumindest, bis er die Spreadverluste sieht) und das ist schliesslich das Wichtigste. Der Manager von so einem Hedge Fonds, der hedged ueberhaupt nicht. "Denn Hedging", so denkt er sich, "das ist fuer Maedchen!" Wobei er den Maedchen damit natuerlich total Unrecht tut und politisch ueberhaupt nicht korrekt ist. Aber das ist ein Thema, das Euch die Maus und der kleine dicke Elefant ein anderes Mal erklaeren.



 
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