Bildung, Bildung, Bildung, so heisst die Antwort, um auf dem globalen
Markt konkurrenzfähig zu bleiben und die Menschen bei Arbeit und Brot
zu halten. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Eine andere
liegt in der Verteilung der Einkommen, die durch die Wirtschaft erzeugt
werden. Dass die Globalisierung Wohlstand für alle bereit hält, wie uns
die Elite immer wieder erzählt hat, wurde ja inzwischen als Märchen
entlarvt. Doch die Konsequenzen werden daraus immer noch nicht gezogen,
speziell in Deutschland, das bekanntlich als im Ruf eines sehr sozialen
Staates steht.
Wenn man Deutschland als sozial bezeichnen will, dann vorallem mit
Blick auf die Umverteilungen. Wobei ein nicht zu kleines Stück der
Umverteilungen bei der Umverteilungsmaschinerie selbst hängen bleibt,
was nicht im Sinne der Umverteilung selbst ist.
Bereits in einem
früheren Beitrag hatte ich mit Verwunderung darauf hingewiesen, dass in
Deutschland die Mindestlohndebatte immer noch in Kinderschuhen steckt.
Das ist erstaunlich, denn wer wenig verdient, kann auch nicht als
Konsument in Erscheinung treten. Mindestlöhne stärken deshalb die
Binnenwirtschaft. Das gilt vorallem dort, wo keine internationale
Konkurrenz herrscht, also beim Gastgewerbe, bei Friseuren, Autogaragen,
Maurer und dergleichen mehr.
Doch nicht nur das. Wo es keine
oder sehr tiefe Mindestlöhne gibt, muss der Staat, der sich das Label
"sozial" umgehängt hat, auch für einen ordentlichen Ausgleich sorgen.
Das heisst, tiefe Löhne fordern Transferzahlungen. Doch die Kosten
dieser Transferzahlungen müssen anderswo wieder reingeholt werden.
Tiefe Löhne führen somit zu Kosten an einem anderen Ort, müssen aber
letztlich von der gleichen Gesellschaft erwirtschaftet werden. Wer
somit nur auf den Lohn schaut, wenn er die Konkurrenzfähigkeit im
Blickwinkel hat, der ist blind auf einem Auge.
Die
Konkurrenzfähigkeit eines Landes liegt in den Lohnkosten, der
Infrastruktur, Steuern und vielem mehr. Die Ausrichtung auf die Löhne
alleine werden dem Phänomen Konrrenzfähigkeit nicht gerecht. Das zeigt
ausgerechnet das Hochlohnland Schweiz. In Umfragen wird von
neuzugezogenen Firmen immer wieder gesagt, dass Infrastruktur und wenig
Bürokratie viel zur positiven Entscheidung beigetragen hat. Und die
Schweiz kann sich über mangelnde Zuzüge nun wirklich nicht beklagen,
trotz im internationalen Vergleich hohen nach Branchen
unterschiedlichen Mindeslöhnen.
Auch wenn dieser Vergleich
Deutschland-Schweiz zu oberflächlich scheint, so ist zumindest eines
klar. Bildung führt höchstens im internationalen Wettbewerb zu höheren
Löhnen. In der Binnenwirtschaft sind mangelnde Mindestlöhne hingegen
fatal. Die mangelnde Kaufkraft der Arbeiter im Niedriglohnsektor führt
zu mangelnder Nachfrage und diese drückt die Löhne noch weiter. Mit
Bildung lässt sich dagegen nicht ankämpfen. Was nützt mir denn ein
ausgebildeter Friseur, wenn ich ihn mir nicht leisten kann?
Das hat auch weissgarnix realisiert und ist selbstredend überrascht, dass Bildung nicht die erhofften Resultate zeigt.

Zitat weissgarnix: Was sagt Ihr dazu? Hättet Ihr es gewußt? – Ich für meinen Teil muß
zugeben: Nein – habe ich nicht gewußt; habe ich sogar noch nicht mal
geahnt, weil ich mich offenbar auch von diesen andauernden Sprüchen
über “Geringqualifizierte” und den Zwang zur “Verbesserung der
Bildungsschancen” einlullen habe lassen. Totaler Bullshit, wie man
sieht!
Ich
frage mich schon eher, wie hat man das nicht wissen können. Das
Resultat ist die Folge der Verteilung ohne feste Regeln und
die funktioniert immer gleich: The winner takes it all.
Interessanterweise kommt das aber auch bei vielen Mittelständlern nicht
an. Ich erinnere mich da an einen Fernsehbeitrag im deutschen
Fernsehen, in dem ein Bäcker erwähnte, dass wenn er die Löhne erhöhen
müsste, auch der Brötchenpreis steigen würde und deshalb der Umsatz
zurückginge. Die Sorgen sind verständlich, aber zu kurz gedacht.
Erstens haben auch Mindestverdiener Hunger und was sollen diese denn
essen ausser Brötchen? Kaviar? Höhere Löhne führen nicht nur zu höheren
Kosten, sie führen auch zu höherer Kaufkraft. Der zweite Aspekt wird viel zu gering geschätzt und deshalb auch seine Vorteile. Die Transferleistungen könnten reduziert werden und dazu auch noch die mitlaufende Bürokratie. Ganz abgesehen vom psychologischen Gewinn, vom eigenen Lohn leben zu können, statt am Tropf des Staates trotz Vollzeitjob zu hängen.
Studie zur Niedriglohn-Beschäftigung
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Geschrieben von: egghat , am 24-08-2009 11:08 Wer über die Auswirkungen eines Mindestlohns bei ausgebautem Sozialsystem nicht nur spekulieren will, sondern die sehen will, soll mal nach Schweden fahren. Und dort ein Brötchen kaufen. Und dann mal den Opel-Arbeiter und den Saab-Arbeiter (oder Ford und Volvo) vergleichen. Er wird feststellen, dass es dem deutschen Facharbeiter besser geht als dem schwedischen. In Schweden muss defakto jede Frau arbeiten, damit die Familie in den Urlaub fahren kann. Ich sage nicht, dass das eine Modell besser ist als das andere. Ich sage nur, dass ein Mindestlohn nicht die große Magie ist und am Ende alle mehr Geld (in Kaufkraft) in der Tasche haben. Weil ich diese Auswirkungen verstanden habe, schlage ich schon lange einen steuerfinanzierten Mindestlohn vor. 5 Euro vom Arbeitgeber + 2,50 vom Staat. Das hat den großen Vorteil, dass ein Drittel des Lohns über das Steuersystem finanziert wird. Und das ist bekanntlich progressiv. Es belastet also den Familienvater mit 2 Kindern weniger (bzw. gar nicht), sondern die Besserverdiener. Wird es nur über den Lohn umverteilt, kann sich jeder, der heute ein normales Gehalt bekommt (Handwerker z.B) die Brötchen eben nicht mehr leisten. Geschrieben von: Pierre Sanft, am 24-08-2009 11:27 "... Globalisierung Wohlstand für alle bereit hält, wie uns die Elite immer wieder erzählt hat, wurde ja inzwischen als Märchen entlarvt ..." Wohlstand im westlichen Sinne vieleicht nicht, aber weltweit schon. Siehe China, siehe Südkorea, etc. Sicher, das Einkommen wird gerechter "global" aufgeteilt, das heißt nun mal für die einen weniger, und für die anderen mehr. Global gesehen, heißt das weniger Hungertote, aber auch weniger Theaterbesuche und Reisen (für die "erste Welt"). "... was nicht im Sinne der Umverteilung selbst ist..." Das anzunehmen, ist sehr naiv. Die "Sozialindustrie" ist eine der Größten überhaupt, also sorgt sie für sich selbst, wie jeder Bürokratie. Daher, ist die "soziale" Umverteilung nur Mittel zum Zweck. "Das gilt vorallem dort, wo keine internationale Konkurrenz herrscht, also beim Gastgewerbe, bei Friseuren, Autogaragen, Maurer und dergleichen mehr." Sind das nicht auch die Branchen in denen Schwarzarbeit sehr ausgeprägt ist? "Und die Schweiz kann sich über mangelnde Zuzüge nun wirklich nicht beklagen" Naja, komisch das keiner den wirklichen Grund sagt, in Paradiesen (Steuer) lebt es sich eben besser. Ich finde die Diskussion ist zu isoliert geführt. Mindestlöhne sind okay - aber dann sollte der Unternehmer auch die Möglichkeit haben, die Leute auch zu entlassen. Diese Möglichkeit besteht in Deutschland nicht mehr (außer in Zeitarbeitsfirmen), wie man an Beispielen wie der "Brotaufstrich-Kündigung", der "Kassabon-Kündigung", der "Handy-laden-Kündigung" und vielen anderen mehr sehr schön ersehen kann. Geschrieben von: kosh, am 24-08-2009 16:14 Sali @HRR Vorweg Gratulation zu Deiner Feststellung "mehr habe ich nicht mehr zu bieten, da ist Nichts mehr". Irrtum, nicht dass Du nichts mehr zu bieten hättest, denn das hast Du sehr wohl, Fakt ist, dass Du im Gelben gegen eine Gummiwand anrennst. So wie ich einst. Wegen Deines Beitrags habe ich mir nach längerer Zeit wieder einmal @weissgarnix angetan und was soll ich dazu sagen, diesbezüglich weiss er tatsächlich nix, oder nix sehr viel. Dort bringt @bommel gleich mit seinem 2. Link den entscheidenden Hinweis: aus http://iat-info.iatge.de/iat-report/2005/report2005-10.pdf Quote:
Deutschland spezialisiert sich – wie die meisten entwickelten Industrieländer – [color=red]im Rahmen der internationalen Arbeitsteilung[/color] auf hochwertige Güter und Dienstleistungen. Was Du im Gelben u.a. absolut nicht diskutieren kannst: Globalisierung heisst konsequent zu Ende gedacht, dass Ausgleichsbewegungen stattfinden müssen, ansonsten keine Globalisierung stattfinden würde. Hatte jeder durchschnittliche Stupid White Man zu den besten Zeiten im 20. Jh. noch einen oder mehrere Arbeitssklaven in den Entwicklungsländern quasi in seinen Diensten, um ihm den Lebensstandard eines Fürsten zu garantieren (aus Sicht der schwarzen, braunen, gelben Arbeitssklaven), findet heute durch die Globalisierung [color=red]im Rahmen der internationalen Arbeitsteilung[/color] eine Umverteilung zu Ungunsten der Stupid White Men statt. Die Sklavenarbeit kommt zu uns zurück. Prominentes Bsp. ist China, dessen Extremniedriglohnsektor zum Grab unserer Produktion aufgestiegen ist. Es war glaube ich Marc Faber, der erklärte, dass die ersten Branchen China bereits den Rücken kehren, weil z.B. Vietnam günstiger produzieren kann. Überspitzt formuliert werden sich die Produzenten letztlich in Afrika umsehen müssen, um noch in ausreichender Anzahl billige Arbeitssklaven in Lohn zu nehmen. Es wird allmählich spürbar eng auf dem "freiwilligen" internationalen Arbeitssklavenmarkt, mit dem speziellen Effekt, dass wir Stupid White Men wie in früheren Zeiten unseren eigenen Leuten ihren Sklavenstatus rückzüchten müssen, um überhaupt konkurrenzfähig zu bleiben. Politisch ist es den modernen Führern grundsätzlich angenehmer, wenn sich moderne Arbeitssklaven frei fühlen, das steigert deren Motivation und der Verwaltungsaufwand fällt weitgehend auf die Arbeitssklaven zurück. Wie zu Zeiten Roms ist das System bedingt durchlässig, je mehr ein Arbeitssklave leistet, desto grösser die Chance seinem Sklavenlohnschicksal zu entkommen. So perfid es klingt, aber das ist was der Kapitalismus unter dem Diktat eines Freien Marktes stets gepredigt hat, das was uns vom real gelebten Sozialismus stets unterschieden hat, und es ist das, was das Publikum immer hören wollte. Dieses System Homo sapiens lässt sich selbst ergo überhaupt keine andere Wahl. Abgesehen von wenigen Experimentalphasen fordert und fördert es den Kokurrenzdruck stets aufs Neue heraus, Reiche wie Arme alle auf ihre jeweils spezifische Weise. Darum werden auch Stammesgesellschaften nur dann wieder in Erscheinung treten, wenn die soziale Evolution in eine ausgeprägte Phase der technischen Deevolution übergeht, was ich mir angesichts der Heerscharen von Egoisten und Egozentrikern beim besten Willen nicht vorstellen kann. Selbst unter den Ärmsten kommt es immer wieder zur Bildung von einfachen Machtverhältnissen, und sei es nur in Form von lokalem Bandenterror. Soziale Evolution menschlicher Ausprägung steht nicht zuletzt für komplexe hierarchische Gesellschaftsstrukturen, simple Stammesgesellschaften sind ihnen ökonomisch absolut nicht mehr gewachsen, ergo sind sie ihnen nicht nur machttheoretisch sondern auch -praktisch unterlegen. Wenig erstaunlich also, dass das Gelbe hierin nicht über seine theoretischen Gundlagen hinauswächst und die naheliegenden Schlussfolgerungen selbst ausdiskutiert, denn es handelt sich wie seither ich regelmässig angedeutet habe um eine Folge einer Verweigerungshaltung (fehlende Logik :-)), die zu besagter Gummiwand geführt hat. Die Amis auf Kurs Grüsse koshGeschrieben von: Wirtschaft Trends , am 24-08-2009 18:07 Das ist ein interessanter Artikel und eine sehr spannende Diskussion. Wobei ich erstmal nur zuhören werde  Geschrieben von: HRR, am 24-08-2009 23:17 Das schöne bei Diskussionen über die Gewinner der Globalisierung, Mindestlöhne, Boni usw ist ja, dass uns die Elfenbeinturmexperten jeweils eklären wollen, was denn so Sache ist. Als einstiger Boni-Bezüger kenne ich selbstverständlich die Motivation der Banker und Kontakt zum Tieflohnsektor habe ich auch genügend um mir eine Meinung bilden zu können. Genau dies spreche ich aber manchen Experten ab. Sie hecheln Theorien durch, ohne sich an der Basis zu erkundigen. So konnte schon die Immobilienkrise entstehen, obwohl jeder, der nicht blind war, nur mal einen Blick auf die realen Verhältnisse hätte werfen müssen. @Wirtschaft Trend Warum denn so mutlos? @Pierre Sanft Ich schrieb "was nicht im Sinne der Umverteilung selbst ist". Damit meinte ich die Idee, die zur Umverteilung führte und nicht die Umverteilungsindustrie. @egghat Wenn ich die Studie richtig deute, dann werden eine nicht unwesentliche Anzahl von Facharbeiter nicht als Facharbeiter eingestellt, sondern als Zeitarbeiter, Hilfskräfte usw. @kosh Ist es nicht erstaunlich, dass man international zusammenarbeitet, wenn es darum geht, den Iran in den Senkel zu stellen, Buchhaltungsregeln für Banken aufzuweichen oder Handelshemmnisse zu beseitigen. Nur bei Löhnen, Sozialleistungen, Boni-Obergrenzen für marode Banken usw. da wird das partout nicht geschafft. Ja, ich kenne deine Antwort schon, erstaunlich ist es nicht. Erstaunlich ist höchstens, dass das immer noch nicht bemerkt wird. Geschrieben von: kosh, am 25-08-2009 10:35 @HRR In etwas so hätte meine Antwort ausfallen können. Schon als Kind auf dem Pausenplatz - Stammtisch für Juvenile - ist mir aufgefallen, wie viele mit "man sollte, man müsste" etc. etc. geglänzt haben. In dieser Zeit waren wir alle noch reichlich naiv und man sagt ja auch, dass man als Kind übt, was man als Erwachsener zum Überleben braucht. Vor den jeweiligen Autoritäten im gleichen Massstab zu glänzen ist allerdings altersabhängig, je älter desto weniger. Ab 15 fing ich damit an es aufzugeben, mich für andere einzusetzen. Das ist nach meiner Erfahrung in etwa das Alter in dem die jugendlichen Stammtischler im Ernstfall nicht etwa nur geschwiegen oder so getan haben, als ginge sie das alles nichts an, sie haben bis dahin auch gelernt, einem in den Rücken zu fallen. Was ich damit sagen will, vieles was schief läuft, wird sehr wohl bemerkt. Die üblichen Strategien sind Schweigen, Verdrängen, Verleugnung oder Projektion. Wenn überhaupt noch darüber geschwätzt wird, dann mit Gleichgesinnten, d.h. mit Menschen, deren Informationsstand und Gesellschaftsschicht in etwa vergleichbar ist. Da lässt sich bequem Verbrüderung pflegen, über die da oben oder die neben einem, deren Meinung einem minimaler Verschiedenheiten so überhaupt nicht passt, oder über irgendein Pack dort unten. Vielleicht meinst Du das mit erstaunlich, weil nicht bemerkt wird, dass auf allen Gesellschaftsstufen derart miteinander umgesprungen wird. Das "Pack" macht's genau gleich wie die da oben, und käme das "Pack" auf einmal zu Geld, die Feindbilder würden ausgetauscht, aber an ihrem Verhalten würde sich nichts ändern. Neureiche verhalten sich nicht selten sogar extremer, um ihren neuen Status extra zu betonen. Mit etwas Glück ist die 1. Generation noch halbwegs vernünftig, weil sie beide Seiten kennt, aber schon die 2. kennt nichts anderes und hält ihre Lebensumstände für gottgegeben und darum verdient. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber die sind in der Minderheit, werden von der Mehrheit weitgehend beschnitten oder hinfortgespült. Das (Gesamt-!!!) System Homo sapiens ist unerbittlich und kennt Gnade nur in der Form "irren ist menschlich" oder "Ausnahmen bestätigen die Regel". Weil das alles doch sehr frustrierend sein kann, frönen wir zum Ausgleich den allseits beliebten Sonntagsreden, in denen Ausnahmen die Regel sind. Dort versammeln sich all unsere hehren Ziele, unsere Absichten, Neujahrsvorsätze und andere Ideale. Hier darf sich der erwachsene Mensch sein eingeübtes Pausenplatz-"man sollte, man müsste"-Menschenbild einbilden. Selbst in Filmen schlängeln sich heldenhafte Einzelkämpfer durch träge Massen, während der gemeine Zuschauer sich vornehmlich in der Rolle des Helden sieht, nicht aber als Teil dessen, wogegen sich der Held bewährt. Für kurze Zeit darf sich der Betrachter einbilden, er wäre so wie die Sonntagsreden frohlocken. Nicht umsonst werden solche Beschäftigungen als Erholung umschrieben, Erholung vom eigenen im Grunde verwerflichen Beitrag zur Realität. Jeder von uns könnte einen ganzen Sack Ausreden liefern, warum ausgerechnet er keine Wahl hatte, hat und haben wird. Diese Bedürfnisse abzudecken haben urzeitliche Priester schon bald erkannt, weshalb auch bald Religionen gebildet und mit allerlei überflüssig-perfidem Ballast beladen wurden, dessen Sinn weit über ein Grundbedürfnis hinausging. Andererseits lassen sich seitdem dank Ballast politische Ziele noch einfacher befriedigen, Kriege um verlockende Ressourcen und damit Macht (-ausdehnung) führen. Ich halte die heutige Zeit für besonders interessant, weil man als einzelner und unwichtiger Homo sapiens noch nie so viel Übersicht über das System Homo sapiens gewinnen konnte. Das Internet ist wie eine stets reife Obstplantage, man braucht nur hinzugehen und die Früchte zu erkennen und ernten. Solange ich noch kann und darf (-> Thema www-Zensur), werde ich mich daran satt fressen. Die Amis auf Kurs kosh Geschrieben von: HRR, am 25-08-2009 11:19 Weise Worte, kosh. Die Argumente wechseln, wenn der Argumentierende über die Jahre seinen VW gegen einen Porsche kraft Einkommenszuwachs einttauschen konnte. Plötzlich wird über Sozialhilfe-Abzocker gewettert, während die hohen Boni natürlich weiterfliessen sollen wegen dem internationalen Wettbewerb. Ist doch logisch. Besonders in Entwicklungsländern ist das eindrücklich, wo Luxushochhäuser mit Blick auf die Slums als besonders chic gelten. Man will seinen eigenen Aufstieg aus den Niederungen ja auch jeden Tag geniessen können. Das sind Aussichten. Artikel kommentieren
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Erhalten von: Sammelsurium zwischen 23. August 2009 und 24. August 2009 : Text | Design | Code , am 25-08-2009 08:32 (PB) [...] Fehlende Logik im Bildungskanon - zeitenwende.ch - "Bildung führt höchstens im internationalen Wettbewerb zu höheren Löhnen. In der Binnenwirtschaft sind mangelnde Mindestlöhne hingegen fatal. Die mangelnde Kaufkraft der Arbeiter im Niedriglohnsektor führt zu mangelnder Nachfrage und diese drückt die Löhne noch weiter. Mit Bildung lässt sich dagegen nicht ankämpfen. Was nützt mir denn ein ausgebildeter Friseur, wenn ich ihn mir nicht leisten kann?" [...] |