Der australische Unternehmer, Geschäftsmann, Philanthrop und
Umweltaktivist Dick Smith macht sich Sorgen um unseren Planeten -
grosse Sorgen. Deshalb spendet er eine Million US Dollar an jenen, der
ihm aufzeigen kann, wie man eine Welt schafft, die nicht auf Wachstum
ausgerichtet ist, weil sie sonst in einer Katastrophe enden wird.
Obwohl nur Menschen unter dreissig Jahren den Dick Smith Wilberforce
Award gewinnen können, habe ich ihm geantwortet. Hier die deutsche
Version.
Wachstum wird immer in Geldeinheiten gemessen. Ohne Geld gibt es kein
Wachstum, weil ohne Geld der Massstab für Wachstum fehlt. Was Sie
Wachstum nennen, ist nichts anderes als Veränderung. Sie mögen die Art,
wie sich die Welt verändert nicht, aber Wachstum ist nicht das
Problem.
Das Problem ist das Geld oder besser, der Glaube, Geld
mache glücklich. Dass dem so sein muss beweist ihre Hoffnung, eine
Antwort durch Bezahlung von einer Million Dollar zu erhalten. Geld soll
also das Problem - ihr Problem - lösen. Tatsächlich glauben fast alle
Menschen, dass Geld ihr Problem lösen würde, egal wie das Problem auch
aussehen möge. Früher hatten die Menschen dafür Gott, heute ist Geld
ihr Gott, das Universalgenie schlechthin.
Wenn Geld der Gott
eines Menschen wird, dann sind alle Massnahmen gerechtfertigt, die ihn
dieses Ziel erreichen lassen. Alles andere wäre Blasphemie.
Unterdrückung von Menschen, von Tieren oder der Natur sind dabei nur
lästige Nebenerscheinungen, so lästig, dass sie nun nach Ihren Aussagen die Grundlagen
des Lebens bedrohen.
Geld ist somit ein Synonym für Macht und
Macht ist ein Synonym für Gott. Geldsüchtige wollen den Platz Gottes
einnehmen. Es wird zwar nicht möglich sein, aber die Illusion ist da
und so lange diese Illusion da ist, werden die Menschen versuchen die
Welt zu dominieren mittels Geld, was zur Zerstörung der Welt führt, die
man dominieren will.
Dick Smith's $ 1 Million Wilberforce Award
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Geschrieben von: Gregor, am 22-10-2011 10:46 Sehr geehrter Hr. Ramsauer Grundsätzlich bin ich mit Ihrem Artikel einverstanden, doch es gibt einen Lösungsansatz, den Sie evtl. nicht berücksichtigt haben!? Geld hat grundsätzlich die Aufgabe, das Tauschen zu ermöglichen. Dementsprechen darf/kann Geld keinen eigenen Wert besitzen. Demzufolge ist die zugewiesene "Aufberwahrungswert-Akkumulation" eine fehlgeleitete! javascript:ac_smilie(' ') Da der Tausch an und für sich eine Leistung darstellt, müsste man eine Gebühr dafür verlangen, die jeweils vom "Geld" abgezogen werden könnte. Man stelle sich eine 10 Fahrtenkarte vor, die bei jedem Tausch etwas entwertet werden sollte. Weiter darf man "Geld" nicht als Schuld schöpfen und sogar noch Zinsen / Zinseszinsen dafür verlangen. - Wenn man also etwas "vorschiest", wäre es nur erlaubt, wenn man mit der "Rückzahlung gleichzeitig auch sie "Schuldentilgung" einrechnet. Zudem darf man nur das "zum Wetteinsatz bringen, das man tatsächlich besitzt. Dementsprechend lässt es sich mit fremden "Eigentum" nicht spekulieren. Diese kleinen Einschnitte in unser Zusammenleben führte zur "Entschleunigung" der Wirtschaft. Wobei es nicht heisst, dass man "schlechter" , bzw. unglücklicher leben würde. Zudem gäbe es wieder die Möglichkeit, echte, schlaue Lösungen zu bevorzugen, welche die Gesellschaft weiter bringt und nicht einzelne "Kapitalexpoten" noch reicher macht. Bildungstechnisch muss man auch dafür sorgen, dass Transparenz herrscht und nicht Verschleierung/Täuschung, wie wir es seit einigen Jahren vermehrt via "Zweckgesesellschaften" usw. erlebt haben. Zudem Verantwortlichkeiten klar geregelt werden. Utopisch? Als Ideologie ja, doch tendenziell können Menschen davon überzeugt werden, dass es der Mehrheit nützt und somit zum Durchbruch verhelfen. Leider zeigt sich in der Geschichte und auch in den aktuellen Tagesmedien, dass zwar viel "diskutiert", "gemeint" wird, doch die grundlegende ÜBEREINSTIMMUNG - oder der Gesellschaftskonsens ein kleiner ist. Wenn die Basis nicht stimmt, dann kann man auch "nichts" langfristig bauen. Vielleicht ist die kommende Krise eine Chance, dass der Leidensdruck der "Menschen" so gross wird, um diesen Konsen wieder zu finden. Wichtig dabei ist, dass es besonnene Menschen gibt, welche die Populisten und Schafmacher ausschalten können. Zusammengefasst: Das Geldsystem ist erneuerbar, wenn die Menschen dazu bereit sind. Wenn "wir" es schaffen, es als "Nutzbringen" zu (sorry) verkaufen, dann haben wir eine Chance. Menschen wollen Existenz und Anerkennung. Dementsprechend sind es Werte, die man ändern kann. Weg von Konsum zu vielleicht guten Taten, Spiritualität? Einem "guten" Sinn des Lebens.... Ps:"Leider" bin auch ich über 30 und versuche nun über diese Platform meinen Beitrag zur Besserung zu leisten. Geschrieben von: HRR, am 22-10-2011 11:29 Hallo Gregor Geld hatte nie die Aufgabe, das Tauschen zu ermöglichen. Dass Geld zum "Tauschmittel" wurde, liegt daran, dass wir Geld per Gesetz brauchen. Geld ist ein gesetzliches Zahlungsmittel. Wir haben keine Wahl, wir müssen Geld verwenden. Würde morgen die Steuerbehörde verkünden, sie nähmen nur noch Erdbeeren an, dann werden Erdbeeren zum Tauschmittel. Gruss HRR Geschrieben von: Gregor, am 22-10-2011 12:50 Hallo HRR Danke für die schnelle Antwort. Ich glaube nicht an die Alternativlosigkeit, welche Sie einem vermitteln. Nun stellt sich mir die Frage, weshalb die "Tauschmittelstory" in "allen" Lehrbüchern drinsteht.... - Gesetze kann man ändern. z.B. darf man "schneeballartige - Systeme" nicht betreiben. Demzufolge müsste das Fiat-Money auch verboten werden! - Auch die Gebühren anstatt Zinsen Massnahme wäre möglich! Damit wäre im Fiat-Moneysystem der "Druck" weg, neues Geld, bzw. Schulden zu generieren. Dementsprechend ist der Wachstumszwang weg. Der sozaldarwinistische effekt wäre, dass man bereiter ist, langfristiger zu denken, da man nicht gerade "morgen" weitere Ressourcen "verkaufen" muss, um Zinsen zu bezahlen. - Und die Praxis - nur zu "spekullieren" mit dem was man besitzt. Das bedeutet, dass Banken ihr "Factional Banking" nicht weiter betreiben können, was im Grunde genommen auch unlauter oder besser eigentlich "legalisiert" kriminell ist. Das sind ganz einfache "Regeln". Die wirkliche Aufgabe ist es, den Wertekonsens zu finden. Also, den kleinsten gemeinsamen Nenner und darauf aufzubauen. So finde ich es spannen, dass sich die Occupy... bewegung konsequent "forderungsfrei", ausser sich zu empören, ist. Das regt die Menschen zum Denken an, da es keinen direkten "Schuldigen" gibt. Ausser man schaute in den Spiegel... Dementsprechend widerspreche ich IHRER These, man hat keine Wahl. Nur, dann muss man "politisieren", was so glaube ich, Ihrem blog widerspricht!? Die Zentrale Frage, die zu lösen ist, ist aber die Frage der MACHT - Verteilung. Und da glaube ich wirklich, dass der grösste Teil der Menschen ein "demokratisches" Verständnis besitzen, das jeweils kulturell verschieden ausgelebt wird. Durch die Liberalisierungswut der letzten Jahre ist ein "ausgeklügeltes", ausgeglichenes System wegen kurzfristiger Gewinnmaximierung (soziale Marktwirtschaft) demontiert worden. -> Stärkere Regulierung und Demokratisierung der Wirtschaft. Das wäre die Botschaft an Dick Smith. Gruss Gregor Geschrieben von: HRR, am 22-10-2011 14:05 Vermittle ich Alternativlosigkeit? Ich glaube kaum. Der Text besagt doch, dass man das eigene Verhältnis zum Geld hinterfragen soll. Ganz nach dem Motto: Wer die Welt ändern will, soll bei sich selbst anfangen. Die Tauschmittelstory steht tatsächlich in allen Lehrbüchern, sie muss deshalb aber nicht richtig sein. Zinsen durch Gebühren zu ersetzen bedeutet nichts anderes als das Etikett zu ändern. Gruss chiron Geschrieben von: Gregor, am 22-10-2011 16:21 Hallo HRR "Geld ist somit ein Synonym für Macht und Macht ist ein Synonym für Gott. Geldsüchtige wollen den Platz Gottes einnehmen. Es wird zwar nicht möglich sein, aber die Illusion ist da und so lange diese Illusion da ist, werden die Menschen versuchen die Welt zu dominieren mittels Geld, was zur Zerstörung der Welt führt, die man dominieren will." Grundsätzlich ibin ich der Aussage einverstanden, doch mir fehlt ein "Passus", denn sie wissen nicht was sie tun. Und dieses Wissen bezieht sich auf die Funktionen des Geldes, die im Unterbewusstsein einfach nicht erscheinen. Ich glaube nämlich nicht, dass "der Geldsüchtige" per se die Welt zerstören möchte. Also öffnet man ihm die Augen. - > Wie könnte man das exponentielle Geldmengenwachstumg eindämmen? - > Wie liesse sich der "Wildwuchs" und die Manipulation in der Bewertung eines "Preises" ausmerzen? Funktionierte ein Spekulationsverbot? "Maximalredite"? Gruss Gregor Geschrieben von: HRR, am 22-10-2011 16:30 - > Wie könnte man das exponentielle Geldmengenwachstumg eindämmen? Das Geld wächst nur dann exponential, wenn der Schuldner bezahlt. Sobald er in die Knie geht ist auch das Geld futsch. - > Wie liesse sich der "Wildwuchs" und die Manipulation in der Bewertung eines "Preises" ausmerzen? Funktionierte ein Spekulationsverbot? "Maximalredite"? Jeder Mensch spekuliert. Die Einteilung zwischen Spekulanten und Investoren ist Augenwischerei. Wer investiert will Rendite und je höher das eingeschätzte Risiko ist, desto höher soll die Rendite sein. Wer nicht eigennützig investiert, der schenkt. Der "Geldsüchtige" will die Welt zerstören ohne sich seines Willens bewusst zu sein. Er handelt wie ein Alkoholiker, der zwar weiss, das er sich langfristig schadet, der aber auf den kurzfristigen Rausch nicht verzichten will. Geschrieben von: Gregor, am 23-10-2011 09:59 Lieber HRR Herzlichen Dank für die "aufmunternden" Worte. Nun habe ich Ihren "Ursprungstext"(ene Million...) nochmals gelesen. Es leuchtet mir ein, dass man zuerst einmal bei sich selber beginnen sollte. Doch ich frage mich, wie die Welt "ohne Geld - Gott" funktionieren könnte, wenn ich, wie Sie beschreiben, ja meine Steuern mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel bezahlen muss. Ich bin nicht wirklich ein materialistischer Mensch, lebe aber als "Schwarmfisch" meine individuellen Möglichkeiten aus, um Verantwortung mitzutragen. Hätten Sie denn eine Vorstellung, wohin die "Reise" zur "Ensüchtigung" hingehen könnte? Beste Grüsse Gregor Geschrieben von: HRR, am 23-10-2011 09:58 "Entsüchtigung" führt über Vergebung. In meinem Buch, das demnächst erscheinen wird geht es zwar mehr um die gesundheitlichen Zusammenhänge. Aber letztlich ist das Thema immer gleich. Es geht um die Beziehung zwischen sich und der Welt. Ist diese Beziehung harmonisch, ist der Mensch gesund. Ist sie nicht harmonisch - die "Welt" ist schuld (damit kann der Partner, der Chef oder das Wetter gemeint sein) - fühlt sich der Mensch schlecht bis hin zu chronischen Krankheiten. Also noch ein bisschen Geduld.  Geschrieben von: Peter Wegmann, am 26-10-2011 06:12 Schön, dass ich hier wieder solch gescheite, in die Tiefe gehende Artikel lesen darf. :-) Liebe Grüsse Peter Wegmann Artikel kommentieren
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