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Ein Warnhinweis für Porsche PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Wenn sich die Geschichte wiederholt, dann geht Porsche bankrott, schreibt John Hempton und verweist auf den Skandal rund um die Sportwagenfirma Stutz in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Der Vergleich ist eindrücklich, aber lesen Sie selbst:


ImageEs war einmal ein Unternehmen, das legendäre Sportwagen herstellte. Auch wenn sie heute antik ausschauen, so gehörten sie zu den schnellsten Boliden ihrer Zeit. Die Stutz-Autos gewannen Rennen in Indianapolis und Le Mans.

Die Firma wurde von Alan Aloysius Ryan via Familienholdings kontrolliert und bekam zunehmend Probleme, weil ihre Wettbewerber auf Massenproduktion umstellten. Leerverkäufer leckten Blut und begannen die Aktien auf den Markt zu werfen. Als Käufer trat Ryan auf, wann immer er konnte - möglicherweise auch durch Optionen und der Oeffentlichkeit unbekannte Holdingfirmen. Er tat dies bis zu einem Tag im Jahre 1920 als er erklärte, er besitze 105 Prozent der Firma und die Leerverkäufer können sich an ihn wenden, um ihre Positionen glatt zu stellen.

Seine Bedingungen waren Preise, die so hoch waren, dass Broker, welche als Vermittler zwischen der Börse und den Leerverkäufern agierten, bankrott gegangen wären. Die Börse und die Regulatoren entschieden sich, ihre eigenen Kinder zu schützen und schritten zugunsten der Broker ein und bestimmten den Aktienpreis. Dieser Kurs war einiges tiefer als der Preis, den Ryan bezahlte - auch wenn er weit über dem inneren Wert lag. Die Leerverkäufer hingegen - abgesehen von denen, die erst zu Höchstpreisen verkauften - verloren auch Geld.

Die Summe, die Ryan erhielt, reichte nicht, um die Schulden zu bezahlen, welche er eingegangen war, um die Aktien zu kaufen. Zusätzlich ging es auch der Firma immer schlechter - die Leerverkäufer hatten durchaus den richtigen Riecher. Am Ende waren Ryan und die Firma Stutz bankrott. Die einzigen Gewinner waren jene Aktionäre, welche zu Beginn long waren und im Verlauf der steigenden Kurse ihre Aktien verkauften.
"Der bräuchte gar kein Blech, um Geld zu verdienen", lobt Wiedeking immer wieder öffentlich Härters Fähigkeit, mit reinen Finanzgeschäften und nicht mit Autos Geld für den Konzern zu scheffeln. (Porsches Angriff)
Falls Ihnen bei dieser Geschichte der Name Porsche einfällt, hat dies gute Gründe. Auch Porsches sind äusserst beliebt, auch Porsche versucht mit Optionen die Kontrolle über VW zu erhalten und wie gut Porsches sich in den nächsten Jahren verkaufen lassen, wenn sich der obere Mittelstand von den schnittigen Boliden verabschieden muss, dafür braucht man keine Glaskugel.

Egal, auch wenn Vergleiche immer hinken, das Schicksal von Stutz zeigt eindrücklich, wie schnell aus vermeintlichen Siegern Verlierer werden können. Angefügt sei auch noch die Warnung von John Hempton: "Lassen Sie die Finger von solchen Aktien. Man weiss nie, wie die Geschichte ausgehen wird."

Der ausführlichere Originaltext

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RSS Kommentare Kommentare (3)

Geschrieben von: Nico Plögert website, am 29-10-2008 22:43
Sehr guter Artikel. Ich hatte ja auch lange spekuliert was bei VW tatsächlich los war. Inzwischen ist VW bei uns auf sharewise als einziger DAX Wert tief rot und es gibt 76 Empfehlungen Kursziel 241,78 €. Von den 76 Empfehlungen sind 70 Verkaufsempfehlungen. Bei den Analysten sieht es genau so aus.

Ein wirklich gut recherchierter Artikel über die waren Hintergründe bei Porsche wurde bei uns vor einer 1/2 Stunde von Herrn Steffens eingestellt.

Titel: Kleiner Privatkrieg Porsche und den Banken

Quelle: http://www.sharewise.com/news_articles/1839-Volkswagen-Porsc he-Kurse

Schöne Grüße in die Schweiz

Geschrieben von: Beobachter website, am 30-10-2008 12:56
Wie kann man 105 Prozent von etwas besitzen? Und wie kann es dann noch Leerverkäufer geben? Wer hat denen denn die Aktien geliehen, wenn es doch jemand gibt, der bereits alle besitzt?
Das passt alles nicht so richtig zusammen.

Geschrieben von: HRR, am 30-10-2008 14:07
Naked Shorts dürfte die Antwort sein.


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Erhalten von: Schein-Ware : Seminare: schein-wahr pingback-website, am 29-10-2008 19:29 (PB)
[...] Eine hierzu passende interessante Geschichte der Sportwagenfirma Stutz aus den 20ern … [...]

Erhalten von: Jaguar steht bei der ADAC Kundenzufriedenheitsstudie vor Porsche pingback-website, am 03-11-2008 07:02 (PB)
[...] Traditionsmarke und wurde im vergangenen Jahr von Ford an den britischen Tata Konzern verkauft. Porsche belegt einen guten dritten Platz, jedoch die Nobelmarke Jaguar klettert auf den sehr guten zweiten [...]

 
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