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Ein Rohstoff-Spekulant hat sich verspekuliert |
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Mittwoch, 3. September 2008 |
Die Investmentbank Lehman Brothers ist der James Bond der Finanzmärkte mit der Lizenz zum Geld vernichten. Wie ein dusseliger Kleinanleger versuchen sie ihr knappes Kapital mit waghalsigen Transaktionen wieder aufzubessern. Das neueste Kapitel auf dem Weg in den Ruin soll mit Rohstoffspekulationen gepflastert sein, wie heute bekannt wurde. Der Ort des Geschehens heisst Ospraie - ein Hedge-Fonds welcher nun wegen heftigen Verlusten seinen Vorzeige-Fonds schliessen muss.
Der Hedge-Fonds-Verwalter Ospraie Management LLC schließt nach heftigen Verlusten im August seinen Vorzeige-Fonds. Das teilte Fonds-Gründer Dwight Anderson am Dienstag in einem Schreiben an die Investoren mit. Dabei handelt es sich um eine der größten Auflösungen eines auf Rohstoffe spezialisierten Fonds. Die Schließung bedeutet weitere schlechte Nachrichten für die angeschlagene amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers, die sich 2005 mit einem Anteil von 20 Prozent an dem Hedge-Fonds-Verwalter beteiligt hatte. Lehman hatte im ersten Quartal einen Verlust von 2,8 Milliarden Dollar verbucht und benötigt dringend eine Kapitalspritze. Angesichts der rückläufigen Wertentwicklung bei Hedge-Fonds in diesem Jahr rechnen Experten mit weiteren Auflösungen. (Reuters)
In seinem Brief an die Anleger des Fonds schreibt Anderson, die Verluste gingen vorrangig auf einen sechswöchigen Ausverkauf bei etlichen Energie-, Bergbau- und Rohstofftiteln aus dem eigenen Portfolio zurück. Es habe sich in einigen Bereichen um die krasseste Kurskorrektur seit zehn oder zwanzig Jahren gehandelt.
Ueberraschend kam der Ausverkauf nicht nach einem ebenso krassen Kursfeuerwerk in den Monaten zuvor, was schnell rauf geht, geht auch schnell runter. Falls die Kreditkrise solche Marktteilnehmer abschmieren lässt, mir solls recht sein, zum allgemeinen Wohlstand tragen sich nichts bei.
US-Vermögensverwalter Ospraie schließt größten Hedgefonds Artikel kommentieren | Zu Favoriten hinzufügen (0) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 3197
Geschrieben von: Lästermaul, am 03-09-2008 15:02 Sauber, wieder eine dieser unsäglichen Ratten weniger!!!!!!!!!!!!! Geschrieben von: decoien , am 04-09-2008 10:17 Ich sehe die Schließung etwas differenzierter: Die nachteiligen Folgen der Schließung kann man sich auch wie folgt klar machen. Ospraie hielt Aktien des Aluminiumherstellers Alcoa und von Arch Coal. Alcoa verlor gestern 5,2 Prozent an Wert, Arch Coal 14,8% Für beide Unternehmen steigen damit auch die Kapitalkosten. Und darunter wiederum leiden tendenziell die Neuinvestitionen dieser Unternehmen.Blick Log Artikel kommentieren
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