Ueberrascht, konsterniert und entrüstet nahm die Weltpresse vom
eidgenössischen Volksentscheid Kenntnis, Minarette zu verbieten. Jetzt,
drei Tage später, nachdem sich langsam der Rauch im Blätterwald
verzieht, der der Explosion gefolgt ist, kommt das Aufräumen - das
Aufräumen von falschen Ideologien, verkopften Analysen und der
Schubladierung helvetischer Befindlichkeit.
Ich war erstaunt, wie schnell die ausländische Presse sich nach dem
Entscheid aufmachte, die Deutungshoheit für sich in Anspruch zu nehmen.
Quick & Dirty waren die Kolumnen, welche den Volksentscheid in die
Tonne traten, gepaart mit einer intellektuellen Arroganz, die einer
etwas eingehenderen Untersuchung nicht stand halten kann.
So ist
die Pauschalisierung eines Rechtsruckes der Schweiz nicht fundiert -
ganz im Gegenteil. Insbesondere Frauen wollten mit dem Ja dem
Patriarchat eine Absage erteilen und hatten mit Julia Onken, der
alpinen Alice Schwarzer, eine für die Elite überraschende
Fürsprecherin. Eine von den ausländischen Medien hergestellte
Gesinnungsfreundschaft der Ja-Stimmenden mit rechtsnationalen
Politikern in Europa passt bei dieser Wählergruppe nicht in die schnell
gezimmerte Schublade rückständiger und sich abschottender Eidgenossen.
Genau so wenig passt es ins Bild, dass sich der SVP-Haudegen Christoph
Blocher im Vorfeld sehr skeptisch zu dieser Initiative äusserte. Das
Feindbild der Euro-Turbos trat im Vorfeld kaum in Erscheinung.
Ueberrascht waren über die Zustimmung zur Initiative deshalb vorallem
die Initianten selbst. Sie bekamen Zuspruch von jungen und weiblichen
Wählern, die traditionell eher dem linken Spektrum zuneigen. Von
Rechtsrutsch kann also keine Rede sein.
Doch was macht man
jetzt mit der formal logisch nachvollziehbaren Forderung, die Schweiz
müsse jetzt auch Kirchtümre verbieten, um gleiches Recht für alle zu
garantieren? Wer auf dieser Ebene argumentiert, hat noch nicht
verstanden, dass Kirchtürme ihre Potenz patriarchalischer
Ausdruckskraft schon längst verloren haben. Als Machtsymbol taugen sie
nicht mehr. Aeusserungen von Vertretern der christlichen Kirchen,
welche sich gegen die Gleichstellung von Mann und Frau wenden, werden
lächelnd beiseite gewischt. Ernst werden sie nicht mehr genommen, als
Bedrohung haben sie ihren Schrecken verloren. Das gilt aber, wenn man
die Ja-Stimmen ernst nimmt, nicht für die Minarette und die islamischen
Führer.
Der Entscheid einer Mehrheit der Schweizer könnte also
fortschrittlicher sein, als es uns die Experten weiss machen wollen.
Das würde im Umkehrschluss aber bedeuten, dass die Experten zu dumm
sind, die Bedeutung einer Mehrheit richtig einordnen zu können. Es wäre
nicht das erste Mal. Auch in anderen Ländern haben Internet-Umfragen
gezeigt, dass sich schnell Mehrheiten für ein Bauverbot von Minaretten
finden liessen und damit bin ich beim nächsten Punkt angelangt, der mir
beim Lesen zahlreicher Berichte aufgestossen ist: die Demokratie.
Wer
Demokratie fordert, muss die Meinung des Volkes akzeptieren, sonst
macht er sich der Doppelzüngigkeit verdächtig und die Liste der
Vedächtigen ist lang. Zahlreich droschen Medien und Politik weltweit
auf die eidgenössische Volksmeinung ein und desavouieren dabei die
Meinung ihrer eigenen Bürger, wenn man die Umfragen wie zum Beispiel
auf Spiegel, Welt oder Bild ernst nimmt. Mit Demokratieverständnis hat
das nichts zu tun. Dabei wäre etwas mehr Bescheidenheit angemessen im
Hinblick darauf, dass die Experten sich in zahlreichen Themen nicht
gerade mit Ruhm bekleckert haben.
Verlassen wir uns also nicht
auf die Schnellschüsse der Elite, sondern versuchen den Volksentscheid
zu verstehen, der sich kraft mangelnder Alternativen in einem simplen
Kreuzchen Luft verschafft hat. Vielleicht ist die Mehrheit viel
intelligenter als manche sich das vorstellen können. Das dem so sein
könnte, hat James Surowiecki in seinem Buch Die Weisheit der Vielen: Warum Gruppen klüger sind als Einzelne anhand zahlreicher Fallstudien aufzuzeigen versucht. Die einleitende
Geschichte erzählt von Francis Galtons Überraschung, dass Besucher
einer Vieh-Ausstellung im Rahmen eines Gewinnspiels das Schlachtgewicht
eines Rindes genau schätzten, wenn man als Schätzwert der Gruppe den
Mittelwert aller Schätzungen annahm. Die Schätzung der Gruppe war sogar
besser als die jedes einzelnen Teilnehmers, darunter manche Metzger.
Es
geht also darum, das Minarett-Verbot richtig einzuschätzen. Nach
zahlreichen Diskussionen, die ich geführt habe, bin ich zum Schluss
gekommen, dass viele Stimmen der Unterdrückung eine Absage erteilen
wollten. Eine Motivation, die auch bei einer anderen Gelegenheit
nochmals durchbrechen könnte: der Abzocker-Initiative. Auch dort zeigt
sich der Unmut über eine einseitige Machtverteilung, die weltweit von
einer Mehrheit geteilt, von der Politik aber nicht korrigiert wird. Die
Schweiz dürfte also auch in Zukunft für Schlagzeilen sorgen.
Sorgen mache ich mir deshalb nicht um die Eidgenossen, ganz im Gegenteil. James Surowiecki weist darauf hin, dass in der sehr erfolgreichen Fernsehshow
"Wer wird Millionär" die individuellen "Telefonjoker" zu 65 Prozent die
richtige Antwort parat haben, der Publikumsjoker aber in 91 Prozent der
Fälle. Somit hat die Schweiz auch in Zukunft die Chance, das grosse Los zu ziehen, wenn sie sich auf die Intelligenz der Vielen verlässt. Ein wissenschaftlich gut begründeter Vorteil, den andere Länder nicht einführen wollen, weil sich deren Elite vor dem Machtverlust durch die direkte Demokratie fürchtet. So ist auch der Aufschrei gut zu verstehen ;-)
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Geschrieben von: Der Schwarm, am 02-12-2009 15:35 Schwarm Intelligenz  Geschrieben von: Stf, am 03-12-2009 08:27 ...da kann man als nicht-eidgenosse schon neidisch werden, stimmt schon *g Geschrieben von: eachtradingday , am 03-12-2009 09:48 auch wenn deine analyse stimmen sollte, so ist die aussenwirken eine andere. ich frage mich nur ständig, welches gesetz das in deutschland wäre? baurecht? und mit welcher begründung würdest du das dann einschrenken können? toleranz kommt und geht und die christen sind noch nicht lange so wie du sie schilderst. toleranz wurde früher eher mit einer anderen religion verbunden. als aussenstehender wage ich mir kein urteil, nur sag ich, dass die aussenwirkung der schweiz geschadet hat. Geschrieben von: kosh, am 03-12-2009 10:05 Hallo @HRR Ich war wieder mal ganz nah dran, dem Tages-Anzeiger nach über 20-jähriger Treue zu kündigen, wegen vorsätzlichem Obsoletismus der Macher. 6 Seiten im 1. Bund, der grösste Schrott in Blickmanier auf der Frontseite, wie in letzter Zeit häufiger. Der Co-Chefredaktor unterhielt sich mit zum 10-en Mal wieder Hochgewürgtem - ich bin auch ein Depp - und manifestierte damit die Zeitenwende in den Chefetagen der 4. Gewalt. Der kümmerliche Rest an Information, deren Hoheit man professionell aufgegeben und ebenso unprofessionell beklagt, weiter hinten - auch daran muss man sich gewöhnen, oder eben das Abo kündigen. Entschuldigung, positiv aufgefallen ist die ganzseitige Aldi-Werbung, zu mehr als überdimensionalen Hirschmann-Schnellschüssen will oder soll diese Redaktion offenbar nicht mehr taugen. Ein buntes Sammelsurium für jedermann, von und für Schweizuntergangspropheten. Hätten die Vierwaldstätte die Hosen dermassen voll gehabt wie unsere "intellektuellen" Eliten, die Schweiz wäre wohl für immer ein Traum geblieben. Es herrscht Inkontinenz allerorten, die passenden Höschen würden allerdings erst allgemein übernommen, wenn Modedesigner den adäquaten Mainstream dafür schaffen, im Kulturteil. Bis es so weit kommt, vertraut man auf Saugfähigkeit der herkömmlichen Wäsche, und darauf, dass das Umfeld das Leck nicht bemerkt. Was soll's, im falschen Film fühle ich mich schon länger. Heute der nächste Hammer, war wohl nix mit "Aufräumen mit falschen Ideologien". Die SP erwartet von der demokratisch ermittelten Mehrheit, sie möge sich gefälligst für ihren Sieg entschuldigen, z.B. indem man der Folterkammer für Freiheit und Demokratie beisteht, die Kollateralschäden von Guantanamo elegant zu entsorgen. Das Mindeste, was wir für den Islam tun können ist also, der US-Anstalt für Terrorzucht und Psychodesign die Problemfälle abzukaufen. Was bitte hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich weiss es nicht. Was ich aber weiss ist, dass jede Zeitenwende unheimliche Begegnungen der ersten Art erzeugt und das so lange, bis der Patient sich selbst obsolet gemacht hat. So überflüssig wie ein Kropf sind jene, die das Denken längst im Container der Medien entsorgt haben und darüberhinaus glauben, als einzige wahre Demokraten der Mehrheit ihren Willen aufdrängen zu müssen. Quote:
Ueberrascht waren über die Zustimmung zur Initiative deshalb vorallem die Initianten selbst. Sie bekamen Zuspruch von jungen und weiblichen Wählern, die traditionell eher dem linken Spektrum zuneigen. So sehr manchmal der Eindruck entsteht, die Linke habe sich ihren Geist im Zuge der Subprimekrise bewahrt, so zeigt sich an Beispielen wie der Minarettinitiative, wie grundfalsch eine Verallgemeinerung der Annahme ist. Der Krebsgang der deutschen SPD sollte eigentlich ein Warnsignal für die SP sein, aber eine politische Zeitenwende offenbahrt Defizite nicht nur rechts sondern auch links der Mitte. Beide Seiten arbeiten mit Fleiss an ihrer jeweils eigenen Demontage. Oppositionen geraten immer häufiger nur deshalb an die Regierung, weil ihre Vorgänger sich selbst obsolet gemacht haben. Nicht die besseren Leute kommen zum Zug, sondern die weniger schlechten. Gewählt von der Masse, auch das sollte erwähnt bleiben, falls Wahlfälschungen das Ergebnis nicht vorweggenommen haben. Quote:
Von Rechtsrutsch kann also keine Rede sein. Wer aus purer Gewohnheit nur noch in Links-Rechts-Schemata zu denken vermag, der verpasst die Gelegenheit zu einer echten Zeitenwende in ihren Grundfesten. Vielleicht hat sich unsere Gesellschaft in die 2. Dimension vorgewagt, was weder von Christen, Muslimen, Kommunisten, Nazis, oder Zionisten wahrgenommen werden kann / soll / will, weil einträgliche Muster zugunsten weiterer Entwicklung durchbrochen würden. Diesen Strohhalm jetzt mit gelebtem IQ-Verlust als Nazigebahren abzutun oder in den üblichen Religionsgräben zu versenken kann kaum der Weisheit letzter Schluss sein. Aber es würde zu meinen Prognosen passen, die darauf bauen, dass der Fortschritt in den Köpfen der Menschheit wie seit dem ersten Alphabet noch jedesmal vom System Homo sapiens abgewürgt wurde, um die gleichen Fehler wieder und wieder zu begehen. Nur die Mittel ändern sich, der Zweck bleibt. Und so denke ich, dass es auch heute wieder nur zu einer der üblichen Zeitenwenden reichen wird -> zurück auf Feld 1. Quote:
... desavouieren dabei die Meinung ihrer eigenen Bürger, wenn man die Umfragen wie zum Beispiel auf Spiegel, Welt oder Bild ernst nimmt. Mit Demokratieverständnis hat das nichts zu tun. Was Wunder in einem Staat, der formal keine Demokratie sein kann, weil dessen Verfassung von seiner Besatzungmacht abgesegnet werden musste, um überhaupt Gültigkeit erlangen zu dürfen. Dem Demos war die Rolle zugedacht, das Kriegsende ohne Friedenspfeife zu würdigen, zu bestimmen hatte er nichts. Seither simuliert die BRD Demokratie. Wie die die meisten anderen übrigens auch. Mit Demokratieverständnis hat das insofern zu tun, als es sich eingebürgert hat, dass Demokratie individuell definiert wird als das, was "ich" meine. So wie heutzutage jeder Fussballnationaltrainer sein darf, so ist jeder Experte in Sachen Demokratie und hat nebst Nüssli und Mandarinli DIE Patentlösung im Sack. Natürlich braucht jeder eine Vorstellung von Demokratie, allerdings führen uns Irrungen und Wirrungen nicht weiter, nicht wenn formal die meisten Demokratien der Welt eigentlich keine sind. Ich behaupte sogar, dass die Schweiz der einzige Staat dieses Planeten ist, der formal die Bedingungen einer Demokratie erfüllt. Alle anderen führen in mehr oder weniger regelmässigen Abständen ein ritualisiertes DEMOkratie-VOLKStheater auf. Während der Legislaturperioden erniedrigen sich manche die Eliten sogar für die eine oder andere ausgesuchte Volksabstimmung. Wiederholungen bis das Ergebnis genehm ist nicht ausgeschlossen - die EU-Bürgern erhielten auf die Art ihre Verfassung verpasst wie wir unseren UNO-Beitritt. Glücklicherweise haben uns die helvetischen EU-Turbos bislang die Verteidigung am Hindukusch erspart. SVP hin oder her, das haben wir allein dieser Partei zu verdanken. Quote:
Verlassen wir uns also nicht auf die Schnellschüsse der Elite, sondern versuchen den Volksentscheid zu verstehen, ... Es geht also darum, das Minarett-Verbot richtig einzuschätzen. Nach zahlreichen Diskussionen, die ich geführt habe, bin ich zum Schluss gekommen, dass viele Stimmen der Unterdrückung eine Absage erteilen wollten. Abgesehen davon hat uns die Multimediabranche mit Kreuzzugromantik à la Bush nur so eingedeckt. Vielleicht sollte man darauf hinweisen, dass die Verantwortlichen für den Erfolg der Hirnwäsche etwas mehr Verständnis für ihre eigenen Fehlleistungen entgegenbringen, zumal kein Ende der redaktionellen Hirnwäsche abzusehen ist. Als der GrössenWahn endlich im Keller war und man sich leise an Kritik versuchte, präsentierten uns die Druckerschwärzer bereits den Messias, in Farbe und bunt, obwohl die Zeichen in fetten Lettern am Himmel zu lesen waren, dass sich nichts, aber auch gar nichts ändern wird. Heute stehen sie ungeniert wie die Esel am Berg und schicken sich an, die Windfahne umsatzträchtig neu auszurichten. Schweinehirten sind Profis darin, jede Sau durchs Dorf zu treiben. Zu Deinem Punkt, als wir die EWR-Abstimmung hatten, wurde ich als Gegner automatisch ins SVP-Lager abgeschoben - an der ETH, einer Brutstätte für geistige Eliten unseres Landes. Damals begriff ich, dass der Abschluss einer höheren Schule kein Leistungsausweis für höheres (selbständiges) Denken sein kann. Wenn also die Experten versagen, dann liegt das Problem systemimmanent im System Homo sapiens verschüttet, weil diese Herren und Damen Positionskämpfe um Geld und Weihen ausfechten. Jedes Eingeständnis eines Denkfehlers käme einer Niederlage gleich, Mittel könnten gekürzt werden, Karrieren geknickt (vgl. Climategate). Das Denken kann sich unter solchen Umständen nicht sinnvoll entfalten, im Gegenteil, politische Mechanismen sorgen für Hemmung, Gängelung, Mobbing. Selbst Rufmorde oder Gerichte werden nicht gescheut, um Gegner madig zu machen. Das Denken bleibt somit (systemimmanent) ein Nischenprodukt irgendwo abseits von Propaganda und Gegenpropaganda. Quote:
Ein wissenschaftlich gut begründeter Vorteil, den andere Länder nicht einführen wollen, weil sich deren Elite vor dem Machtverlust durch die direkte Demokratie fürchtet. Ich empfehle: Pampers by Hugo Boss an Claudia Schiffer :-) Die Amis auf Kurs Grüsse koshGeschrieben von: physiker, am 03-12-2009 14:18 Diese scheinintellektuellen Antisemitismusbrüskierer, sich künstlich über so was aufzuregen ist für die nur das Karrieregleitmittel. Ich möchte hier gar nicht eine Diskussion darum eintreten, um was es sich jetzt hier in diesem speziellen Fall handelt. Das Volk hat gesprochen und es ist der Souverän. Eins noch, wenn`s auch davon weit ab ist: Den Holocaust zu relativieren oder das Thema auch nur in geringster Weise auszunützen oder Vorteile daraus zu ziehen ist mit Recht ein verabscheuungswürdiger Tatbestand. Somit sind die Leute, die sich immer wieder ein Stückchen weiter dadurch profilieren, dass sie mal wieder einen anderen finden, dem sie den Tatbestand des Antisemitismus anhängen können, auch nicht viel besser als die, die sie beschuldigen. Geschrieben von: Balu, am 03-12-2009 17:44 Das schweizer Volk hat entschieden und diese Entscheidung ist zu respektieren. Ich finde es peinlich wie das Ausland auf die soveräne Entscheidung des Volkes reagiert. Jetzt geht das Geschrei gegen mehr Direktdemokratie los vor allem hier in Deutschland. Die Politik hat anscheinend Angst vor dem Volk. Ich wünsche mir mehr Direktdemokratie in Deutschland und blicke neidvoll auf die Schweiz, nicht weil ich konservativ oder rechts bin und keine Minarette in Deutschland will, oder will ich gegen die legalisierung von Cannabis bin, ganz im Gegenteil, sondern weil ich finde, das die repäsentative Demokratie in Deutschland eine Farce ist und den Bürger entmündigt. Die Politik in Deutschland ist in der Hand von Lobbyisten, siehe Mehrwertsteuer für Hotels, Angleichung der Rechte von Mietern und Vermietern, etc.. dies kann NUR durch mehr direkte Demokratie verhindert werden. Geschrieben von: kosh, am 03-12-2009 18:31 @Balu Quote:
... peinlich wie das Ausland auf die soveräne Entscheidung des Volkes reagiert. Peinlich sicher, nebst der Angst vor dem Volk, welche zeigt, dass diese Scheindemokraten eigentlich keine Demokratien wollen, zeigt die Reaktion v.a., dass die keine Ahnung haben, was Demokratie im Grunde bedeutet. Hauptsache sie stehen am Hindukusch und verteidigen, wovon sie nichts verstehen oder wovor sie sich fürchten, wahrscheinlich beides :-) Wenn ich noch Anschauungsmaterial in Sachen Selbstdisqualifikation gebraucht hätte, seit letztem Sonntag wird geliefert, in rauhen Mengen. Brandstifter wo man hinschaut, im TA lässt man Menschen unwidersprochen zu Wort kommen, die allen Ernstes dem Volk nur zumutbare Abstimmungen vorlegen wollen. Wozu diese Massnahme? Um das Volk seine Mündigkeit zu entledigen? Besser noch der, welcher den Intellektuellen mehr Stimmgewicht als dem Bild-Blick-Leser zuschanzen wollte. Es gibt viele von diesen Menschen, in einem jeden von diesen steckt ein kleiner Diktator. Wenn die nur könnten, wie sie wollten, dann würden sie als grosser Diktator ... ... ganz bestimmt keine Demokratien unterstützen. Schau einfach mal in Dein Umfeld und beobachte, aber wundere Dich nicht, wieviele es sind. Die Amis auf Kurs Grüsse koshGeschrieben von: Michael, am 03-12-2009 18:58 Die deutschen Grünen sind ja Türkenpartei. sPD ? Dürfen die Moslems bei euch nicht mehr beten ? Betrifft das Minarett-Verbot Moscheen ? Auch nicht ? Tja, dann ist das alles nur ein durch und durch heuchlerischer Sturm im Wasserglas. Die CIA warnte vor 2 Jahren sogar vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen um 2014, in Deutschland, zwischen den Restdeutschen und den Migranten, gewiß nicht ohne Grund. Geschrieben von: egghat , am 07-12-2009 10:40 Schöner Kommentar. Insbesondere die Erklärung, dass man gegen den Islam stimmt aber nicht mehr gegen das Christentum, weil der Islam noch Ängste auslöst, während das Christentum größtenteils für ungefährlich bis irrelevant gehalten wird, finde ich sehr interessant. Die Übereinstimmung großer Teile der Bevölkerung mit den Thesen des Papstes dürfte ähnlich gering sein wie mit der Sharia, nur juckt das im Falle des Papst niemanden mehr. Auf jeden Fall ist dein Erklärungsversuch besser als fast alles, was ich in der Presse so gelesen habe. Ich hätte übrigens anders abgestimmt, aber das ist eine andere Sache. Geschrieben von: amethyst, am 09-12-2009 17:00 Die Eidgenossen liegen schon richtig. Es geht nicht an, dass in einem Rechtsstaat bestimmte Gruppen ihr eigenes, oft religiös begründetes Recht auf fremdem Staatsgebiet, auf dem sie eigentlich nicht mal erwünscht sind, einbringen wollen. Es geht nicht an, von einem Mord eines sogenannten Russlanddeutschen (Deutscher war er nicht, aber seine Religion wurde vorsichtigerweise nicht mitgenannt, kein einziger Deutscher würde eine arabische Frau jemals "Islamistin" nennen) an einer Ägypterin oder von "Ehrenmorden" hören zu müssen. Auch über anderen Mißhandlungen von Frauen sind wir keineswegs begeistert. Man hört es nicht nur. Man sieht es auch. Sogar in der Öffentlichkeit. Diese in dem Fall Moslems sind eine Zumutung für unsere Zivilisation. Ich wäre schon so manchem Migranten gern mit dem A*sch ins Gesicht gesprungen, wenn ich nicht gewußt hätte, dass nicht der, der auf offener Straße seine Frau verprügelt, sondern ich selbst in "meinem" Land erhebliche Probleme gekriegt hätte. So ist das in "Deutschland".  Geschrieben von: kosh, am 09-12-2009 23:54 Hallo @egghat Quote:
Die Übereinstimmung großer Teile der Bevölkerung mit den Thesen des Papstes dürfte ähnlich gering sein wie mit der Sharia, nur juckt das im Falle des Papst niemanden mehr. Die Querelen mit dem Papst wurden über Jahrhunderte ausgefochten, auf deutschem Boden tobte ein 30-jähriger politischer Krieg im Namen von Christen gegen Christen. Sie stritten sich aus meiner persönlichen und heutigen Sicht um die Interpretation von Fürzen. Auf Basis der Sektengründer ist der Mohammed im Vgl. zu Jesus ca. 600a im Verzug. Ein faire Chronologie sollte ihnen also noch ein rundes halbes Jahrtausend einräumen. Inzwischen hat das sich wieder versöhnte Christentum - mit wieder aufflammenden Restpopulationen z.B. in Irland - im Verbund mit dem politischen Judentum zionistischer Prägung gegen ein gemeinsames Feindbild um eine gedeihliche Terroristenzucht in islamischen Gärten bemüht. Die Rolle der wissenschaftlich-kulturellen Errungenschaften und Einflüsse islamischer Gesellschaften bei der Zivilisierung Europas interessiert heute realpolitisch niemand von Gewicht. Egal wie friedlich die hier lebenden Moslems sind, EUSraElitische Hegemonialbestrebungen laufen nicht auf einvernehmliche Kompromisse, sondern auf divide et impera hinaus -> wer nicht hören will muss fühlen. Die Aufgabe an der Heimatfront unserer gesegneten "Demokratien" lautet, Politiker an die Terroristenzucht-Erfolge ihrer liebenswerten in- und ausländischen Kollegen zu erinnern und von ihnen eine etwas adäquatere Haltung zu verlangen als sie das in der letzten Zeit vorexerzierten. Man kann durchaus Waffen in aller Welt verkaufen um Konfliktherde auf ewig und drei Tage zum Zwecke von Stellvertreterkriegen zu befeuern, nur sollten auch Politiker nicht so naiv sein zu glauben, dass uns nicht früher oder später der eine oder andere Bumerang im Namen der Opfer skalpiert. Wie man in den Wald ruft, so hallt es zurück. Ich halte sowohl das Christentum wie auch den Islam (und das Judentum) nicht für jene harmlosen Religionen, wie man uns weismachen will. Alle 3 tragen den Keim von Staatsformen mitsamt dem nötigen Regelmentarium in sich und stehen / standen in direkter Konkurrenz zur Weltlichkeit. Während aber das Christentum seine hoffentlich letzte Schlacht mit dem Papst ausgefochten hat, ist im Islam nicht ansatzweise eine zentrale Doktrin erkennbar, die es aus weltlicher Sicht zu überwinden gilt. Zu heterogen, zu diffus und willkürlich präsentieren sich islamische Sekten, um mit ihnen auf gleicher Augenhöhe zu verhandeln. Die Lösung eines weltlichen Islams kann aber nicht auf Europas Boden vorexerziert werden, während in muslimischen Ländern Radikalisierungsströmungen nach der Macht greifen, die wir zugegebenermassen durch Terroristenzucht selbst auf grosser Flamme köcheln. Es ist ein unauflösbarer Widerspruch, dem sich die meisten westlichen Politiker nicht bewusst sind oder sein wollen, jedenfalls nicht durch ihre Taten, an denen sie gemessen werden. Unter solchen Bedingungen ist kein Staat zu machen, wortwörtlich. Ich halte die fragile europäische Gesellschaft en Bloc nicht für bereit, dass sie mit sehr viel Blut bezahlte, überwunden geglaubte Dogmen durch Integration so weit abzuschwächen imstande ist, um eine politische Analogie zur "päpstlichen Irrelevanz" zu erzielen. Allein unsere eigenen Störmanöver in den muslimischen Welten dürften dies verhindern. De facto ist Europa, allen voran die EU, mit der Islamfrage schlicht überfordert und müsste konsequenterweise einen Gang zurückschalten, in beiderseitigem Interesse. Die Amis auf Kurs Grüsse kosh Artikel kommentieren
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