Vor ein paar Tagen hiess es, die EZB habe ein Rekordvolumen von 442
Milliarden Euro in die Finanzmärkte gepumpt. Doch wie funktioniert das
eigentlich und wird damit das Ziel, die Wirtschaft mit billigen
Krediten zu beleben auch tatsächlich erreicht?
Das wichtigste Geschäft zwischen der Zentralbank und den Banken ist das
Repo-Geschäft (Repurchase Agreement). Dabei kauft die Zentralbank von
einer Geschäftsbank Wertpapiere und vereinbart schon beim Kauf, dass
diese Bank die Wertpapiere später wieder zurückkauft. Die Bank erhält
auf diese Weise einen Kredit, die Zentralbank vorübergehend die
Wertschriften. Für den Kredit verlangt die Zentralbank einen Zins, den
Repo-Zins.
Seit die Krise nun die Wirtschaft im Griff hat, wurde
die Kriterien für die Repos immer mehr aufgeweicht. Einerseits sank die
Qualität der Wertschriften kontinuierlich, welche die Banken zur
Verfügung stellen müssen, und andererseits wurde die Laufzeit dieser
Kredite erweitert. Bei beiden Massnahmen führt das zu einem
Risikotransfer von den Geschäftsbanken zur Zentralbank. Doch offenbar
können sie nicht anders, wie das neuliche Beispiel zeigt:
Angesichts
der noch immer geringen Kreditvergabe der Banken untereinander hatte
die Zentralbank im Mai beschlossen, die Laufzeit der
Refinanzierungsgeschäfte auf zwölf Monate auszuweiten. Davor konnten
sich die Geschäftsbanken maximal für sechs Monate Geld bei der EZB
leihen. Die Nachfrage war riesig. 442 Milliarden Euro wurden gesprochen
- ein neuer Rekord. Der bisherige Höchststand datiert vom Dezember 2007
und belief sich auf 348,6 Mrd. Euro. (Quelle: EZB pumpt Rekordbetrag in den Markt)
Durch die tiefen Zinsen des
Repos und deren verlängerten Laufzeit vergrössert sich die Marge der
Banken. Ob sie diese an die Kunden weitergeben, hängt vom Markt ab und
dieser Markt ist angesichts der Krise nicht besonders willig. Die
Banken wollen sich in der aktuellen Situation nicht mit einer
aggressiven Kreditvergabe in eine schlechte Position bringen. Das weiss
auch der Bundesbankpräsident Axel Weber:
Sollten die Maßnahmen
der Notenbanken am Deleveraging der Banken scheitern, werden die
Notenbanken die Banken umgehen müssen und die Wirtschaft direkt
stützen, was ich derzeit noch nicht für nötig halte.
Offen
ist hingegen, wie die EZB die Banken umgehen will. Es hört sich nach
einer leeren Drohung an, wie sie auch in der Politik zu vernehmen ist.
Die Banken sitzen am längeren politischen Hebel, trotz oder gerade
wegen ihrer eigenen Ueberschuldung.
Doch zurück zum Repo. Hier gibt es für alle, die es interessiert die nötigen Details:
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Geschrieben von: echnaton, am 07-07-2009 14:12 Etwas, was ich in dem Film nicht verstehe: Wenn Amy die Fed ist, die ja die einzige ist, die Repos in Dollar machen kann, woher kommt dann der zusätzliche Dollar mit dem Sam seine Platten wieder zurückkauft? Geschrieben von: HRR, am 07-07-2009 16:47 @echnaton Nicht nur die Fed kann Dollars machen. Die Banken können das auch. Das nennt sich fractional reserve banking Aber du hast insofern DIE Frage schlechthin gestellt, nämlich dass es immer Neuschuldner braucht, um das System am Laufen zu halten. Leider wird aber mit jedem Neuschuldner die Qualität schlechter - bis sie irgend wann die Qualität "Subprime" oder eben Ramsch erreicht. Und was dann passiert, ist inzwischen bekannt und war auch absehbar. Deshalb heisst diese Seite auch "zeitenwende"  Geschrieben von: Zinseszins, am 08-07-2009 06:34 @echnaton Die Zentralbank hat Kosten (Löhne usw.), die sie irgendwie decken muss. Da Geld nur dann entsteht, wenn jemand einen Kredit bei ihr aufnimmt, muss sie aus bestehendem Geld bezahlen (kann dieses Geld also nicht selbst in Umlauf bringen). Sie kassiert also den Zins aus dem bestehenden Geld, welches dann mit ihren Zahlungen wieder in die Wirtschaft zurückfliesst. Damit kann der Kredit wieder zurückbezahlt werden. Leider kursieren im Internet nachgeplapperte und nicht selbst durchüberlegte Aussagen, die so nicht stimmen, wie das Post von HRR (siehe oben) schön aufzeigt. Das Problem liegt also weniger im Zins selbst begründet, als vielmehr darin, dass jeder versucht, Geld anzusparen. Dieses angesparte Geld muss durch zusätzliche Verschuldung von irgendjemand neu in die Wirtschaft kommen. Somit wächst einerseits die Verschuldung laufend und die Guthaben vergrössern sich entsprechend. Dadurch entsteht eine Zweiklassengesellschaft - Arme und Reiche. Da Vermögen mit Zins nur linear, mit Zinseszins allerdings exponentiell wächst, müssen die Schulden auf der anderen Seite ebenfalls exponentiell wachsen, was irgendwann in den Kollaps führen muss. Die Zinseszinsformel für 5 % Zins: 1,05 ^ Anzahl Jahre. Aus einem Franken werden somit innert 200 Jahren rund 17'292 Franken, innert 2000 Jahren gar 2,39 ^ 42 Franken, also 239 und dann 40 Nullen hintendran. Es liegt auf der Hand, dass so viele Schulden nie zurückbezahlt werden können, weshalb das System nach ca. 70 Jahren kollabieren muss... Geschrieben von: HRR, am 08-07-2009 09:04 @Zinseszins Die Zentralbank hat Kosten (Löhne usw.), die sie irgendwie decken muss. Da Geld nur dann entsteht, wenn jemand einen Kredit bei ihr aufnimmt, muss sie aus bestehendem Geld bezahlen (kann dieses Geld also nicht selbst in Umlauf bringen). Sie kassiert also den Zins aus dem bestehenden Geld, welches dann mit ihren Zahlungen wieder in die Wirtschaft zurückfliesst. Damit kann der Kredit wieder zurückbezahlt werden. Die Zentralbank hat kein Problem die Löhne zu bezahlen - ganz im Gegenteil. Sie verlangt einen Leitzins. Nicht sie bezahlt aus bestehendem Geld, sondern die Geschäftsbanken. Leider kursieren im Internet nachgeplapperte und nicht selbst durchüberlegte Aussagen, die so nicht stimmen, wie das Post von HRR (siehe oben) schön aufzeigt. Ach wie schön... Das Problem liegt also weniger im Zins selbst begründet, als vielmehr darin, dass jeder versucht, Geld anzusparen. Der Wunsch Geld anzuhäufen liegt in der Existenzangst begründet. Ohne Geld lebt es sich schlecht, vorallem dann, wenn es keinen Sozialstaat gibt. Da Vermögen mit Zins nur linear, mit Zinseszins allerdings exponentiell wächst, müssen die Schulden auf der anderen Seite ebenfalls exponentiell wachsen, was irgendwann in den Kollaps führen muss. Mit Zinsen ist noch keiner reich geworden - Steuern, Gebühren etc. und die einzigen Schulden, die exponentiell wachsen, sind die Staatsschulden. Geschrieben von: Zinseszins, am 08-07-2009 09:45 @HRR "Die Zentralbank hat kein Problem die Löhne zu bezahlen - ganz im Gegenteil. Sie verlangt einen Leitzins. Nicht sie bezahlt aus bestehendem Geld, sondern die Geschäftsbanken." Das Geld entsteht genau dann, wenn ein Kredit ausgereicht wird. Von diesem Geld muss der (Leit-)Zins bezahlt werden. Die Zentralbank (wie auch die Banken) können nicht einfach ihren Aufwand begleichen (zumindest nicht auf Dauer), denn sonst würde sie dies über das Eigenkapital bezahlen müssen - also braucht sie die Zinseinnahmen, um den Aufwand begleichen zu können. Zudem entsteht ja das Geld erst durch einen Kredit. echnaton hat gefragt: "woher kommt dann der zusätzliche Dollar". Auf diese Frage haben sie nicht geantwortet, sondern den leider immer wieder missverstandenen Standardsatz von Neuschuldnern angeführt, was die Buchhaltungslaien fälschlicherweise immer wieder so auslegen, dass für den Zins eine Neuverschuldung nötig sei, was, wie oben dargelegt, so nicht stimmt. Mit dem Rest Ihrer Aussage gehe ich völlig einig. Geschrieben von: HRR, am 08-07-2009 11:40 Die Einnahmen der Zentralbank entstehen aus dem Leitzins. Das ist quasi ein Geschenk, da für den Leitzins seitens der Zentralbank nichts geleistet wurde - ausser dem Drucken von Geldscheinen. Anders bei den Banken. Sie gehen bei der Kreditvergabe ein Risiko ein. Die Idee hinter dem Zins (Risiko-Zins) ist es, die fallierenden Kredite auffangen zu können inkl. die Kosten der Banken für die Risikoabschätzung. Sehr vereinfacht gesagt sollte der Zinssatz der Quote nicht zurückbezahlter Kredite entsprechen. Wie spätestens jetzt klar wurde, waren die Hypo-Zinssätze in den USA speziell für Subprime viel zu tief. Das Bankgeschäft gleicht somit dem Versicherungsgeschäft. Zinsen entsprechen Versicherungsprämien, die jährlich fällig werden. Dumm für die Banken ist nur, dass sie gegen grosse Krisen (Immos etc.) nicht gewappnet sind. Versicherungen haben es einfacher. Sie schliessen Flächenbrände wie zum Beispiel Erdbeben oft einfach aus. Ereignisse hingegen wie Autounfälle explodieren hingegen nicht von einem Tag auf den anderen. Sie sind relativ zur gesamten Summe der Versicherungsnehmer berechenbar. Kurzum: Hinter den Zinseinnahmen der Banken steht eine Leistung (Risikonahme). Hinter den Zinseinnahmen der Zentralbank steht keine Leistung ausser dem Drucken von Noten. Da es für eine Zentralbank aber keine Konkurrenz gibt - kein Markt, sind die Zinseinnahmen Monopoleinnahmen. Es ist die Zentralbank, welche Nachschuldner erzwingt, damit sie leben kann. Da sich die Banken nun verspekuliert haben und ihr Bankrott die gesamte Wirtschaft lahm gelegt hätte, mussten die Banken gerettet werden. Das Problem bei den Banken ist somit nicht der Zins, sondern die Fehleinschätzung der Lage, mit deren Folgen wir offenbar nicht leben möchten. Geschrieben von: Zinseszins, am 08-07-2009 12:45 Quote:
Die Einnahmen der Zentralbank entstehen aus dem Leitzins. Das ist quasi ein Geschenk, da für den Leitzins seitens der Zentralbank nichts geleistet wurde - ausser dem Drucken von Geldscheinen. Nun, die Zentralbank (ZB), wie auch die Geschäftsbanken (GB) haben Kosten wie jedes andere Geschäft auch. Da sind erst mal die Gründungskosten, dann die Gebäudekosten, Zeitaufwand (Löhne) usw. und zuletzt noch der Druckaufwand für die Banknoten resp. die Kreditvergabe. Das ist nicht quasi ein Geschenk, sondern eine Entschädigung für den Aufwand und das Risiko. Quote:
Anders bei den Banken. Sie gehen bei der Kreditvergabe ein Risiko ein. Auch die ZB geht - wenn auch in viel geringerem Masse - das Risiko der Insolvenz einer GB ein. Entsprechend ist auch der Zins viel niedriger als die von der GB verlangten Zinsen. Quote:
Sehr vereinfacht gesagt sollte der Zinssatz der Quote nicht zurückbezahlter Kredite entsprechen. Ein zu niedriger Zins befördert Fehlallokation der Mittel und lässt durch billige Kreditaufnahme Blasen entstehen. (Nebenbei: Ich bin keinesfalls ein Fan von ZB's und bin der Meinung, ihre Markt- und Zinsmanipulationen sind volkswirtschaftlich schädlich.) Quote:
Wie spätestens jetzt klar wurde, waren die Hypo-Zinssätze in den USA speziell für Subprime viel zu tief. Eben, genau, zu tiefe Zinsen befördern Spekulation und Blasen sowie Fehlallokationen. Aber die Götter der ZB's wissen halt, welcher Zins angemessen, ja optimal ist... (Ein bisschen Spott muss sein;-)) Quote:
Das Bankgeschäft gleicht somit dem Versicherungsgeschäft. Zinsen entsprechen Versicherungsprämien, die jährlich fällig werden. Dumm für die Banken ist nur, dass sie gegen grosse Krisen (Immos etc.) nicht gewappnet sind. Nun, da wir ja wissen, dass die Banken gezwungen sind, das Fremdkapital zu verzinsen und diese Zinsen und Fremdguthaben wegen dem Zinseszinseffekt exponentiell anwachsen, sind sie wiederum gezwungen, die Kredite exponentiell auszuweiten. Ursache der Systemkrise Quote:
Versicherungen haben es einfacher. Sie schliessen Flächenbrände wie zum Beispiel Erdbeben oft einfach aus. Ereignisse hingegen wie Autounfälle explodieren hingegen nicht von einem Tag auf den anderen. Sie sind relativ zur gesamten Summe der Versicherungsnehmer berechenbar. Die Versicherungen müssen ihr Kapital anlegen, also sind sie ebenso davon abhängig, dass der Markt nicht zusammenbricht, weil ihre Aktiven damit an Wert verlieren und ihre Bilanz dadurch schräg wird, genau so wie bei einer Bank. Das gilt auch für Pensionskassen und für die AHV... Code: Hinter den Zinseinnahmen der Zentralbank steht keine Leistung ausser dem Drucken von Noten. Nun, über die Leistung lässt sich streiten, nicht aber über den Aufwand, der ja inetwa den betriebswirtschaftlichen Kosten entspricht: Geschäftsbericht SNB Code: Es ist die Zentralbank, welche Nachschuldner erzwingt, damit sie leben kann. Nur in dem Umfang, in dem sie Reserven bildet! Nachschuldner werden benötigt, um Kredite ablösen zu können (sonst wäre das Geld plötzlich verschwunden, denn Geld entsteht und verschwindet mit Kreditaufnahme/-rückzahlung); Neuverschuldung wird benötigt, um die Zinsen für die Bankguthaben, die ja stetig wachsen, bedienen zu können. Buchhalterischer Exkurs: Repo / Bargeld 100 Bargeld / Zinseinnahme 5 Aufwand / Bargeld 5 Bargeld / Repo 100 Sowohl Zeitdifferenz (Vorfinanzierung gemäss Debitismus) sowie Gewinnrückbehalt der ZB wurden hier vernachlässigt, weil sie gegenüber der wachsenden Verschuldung/Guthaben infolge des Zinseszinseffektes Peanuts sind!!! Quote:
Da sich die Banken nun verspekuliert haben und ihr Bankrott die gesamte Wirtschaft lahm gelegt hätte, mussten die Banken gerettet werden. Das Problem bei den Banken ist somit nicht der Zins, sondern die Fehleinschätzung der Lage, mit deren Folgen wir offenbar nicht leben möchten. Dass sie sich verspekuliert haben, ist wohl unbestritten, dass sie aber gezwungen sind, die Kredite auszuweiten, haben wir oben gesehen. Das System muss früher oder später krachen, was auch Cerny (siehe oben) sehr schön aufzeigt. Die Banken wurden nicht gerettet, sondern das Problem einfach ein Stück in die Zukunft verschoben (auf Kosten der ahnungslosen, gutgläubigen resp. nichtwissenwollenden Bürger!), was in einigen Jahren (oder vielleicht auch schon bald) einen umso grösseren Zusammenbruch bewirkt. Jenen Zusammenbruch wird niemand mehr aufhalten oder verschieben können. Der Fehler ist im System inhärent.Geschrieben von: Lesefuchs, am 08-07-2009 15:04 Aus meiner und nicht nur aus meiner Sicht, liegt der Grund allen Übels im ZINS an sich. Sehr schön verständlich wird dieses Thema hier erkärt. http://www.secret.tv/artikel4933767/Warum_ueberall_Geld_fehl t Auch dieser Beitrag ist hörenswert: http://www.secret.tv/artikel4945379/Bankenkrise_und_Geldordn ung Mein Vorschlag: ALLE Banken abschaffen. Zentrale ZINSLOSE Kreditvergabe durch EINE staatliche Bank deren Kosten steuerfinanziert sind. Ansonsten sind die Kommentare hier wirklich lehrreich für einen nicht Ökonomen/Finanzhai - Danke Man lernt immer wieder was dazu ! Geschrieben von: HRR, am 08-07-2009 15:38 @Lesefuchs Was macht der Staat, wenn ich den Kredit nicht zurückzahle? Bekomme ich dann eine Geldstrafe? Ein Zins ist eine Geldstrafe. Die Strafe, die jährlich anfällt, weil ich noch nicht zurückbezahlt habe. Es ist ein anderes Wort, aber letztlich das gleiche. Im übrigen ist die staatsgesteuerte Kreditvergabe nichts anderes als was im Osten früher praktiziert wurde. Das Resultat kennen wir. @Zinseszins Wozu brauchen wir staatliches - ergo Monopolgeld? Geschrieben von: Zinseszins, am 08-07-2009 17:15 @HRR Quote:
Wozu brauchen wir staatliches - ergo Monopolgeld? Dafür habe ich nicht votiert. Sie haben wohl die Österreichische Schule im Kopf. Nun, ich denke auch irgendwie in jene Richtung. Aber auch diese hat ihre Tücken betreffend "Wer hat, dem wird gegeben". Wohlan, hier liessen sich mit Steuern "Vermögensexzesse" im Zaum halten bis zu einem gewissen Grad. Überhaupt sollte man sich das Steuersystem nochmals durchüberlegen, insbesondere, was die Besteuerung der Arbeitskraft betrifft. Mir schwebt da eine Energiesteuer vor, wodurch die Arbeitskraft entlastet würde. Aber auch die Globalisierung hat ihre Tücken, welche die Österreichische Schule ja eigentlich fordert. Schachtschneider Wichtig erscheint mir, dass man das ganze System richtig durchdiskutiert und auch die Irrtümer richtigstellt. Da mache ich den Profs und Politikern einen Vorwurf. Allerdings muss sich auch das Volk den Vorwurf machen, nicht wissen zu wollen und in Obrigkeitsgläubigkeit geträumt zu haben, denn: "Warum in Dreiteufels Namen akzeptieren dann die Bürger die Inflation? Weil alle, die den Leuten etwas offiziell verkünden können, Inflationisten sind: Die Politiker, die Ökonomen, die Journalisten, die Banker und die Zentralbanker." ( Roland Baader )Geschrieben von: Zinseszins, am 08-07-2009 17:43 @Lesefuchs Der Film Fabian, gib mir die Welt + 5 % hat genau den Fehler drin, den wir hier diskutieren: Fabian stellt nämlich die Zentralbank dar. Dabei wird vergessen, dass Fabian auch leben muss, also Ausgaben hat! Das Problem ist, dass die Reichen exponentiell reicher werden und die Schuldner irgendwann die Zinsen nicht mehr finanzieren können, seien es Privatpersonen, Unternehmen oder Staaten. Sobald die Kredite nicht mehr ausgeweitet werden können, bricht das System zusammen. Das aber vergisst Fabian, dabei ist genau das der Punkt, wie das Czerny korrekt feststellt. Den gleichen Fehler macht infokrieg.tv auch weiterhin, obwohl ich sowohl Hofer als auch Benesch mehrmals darauf hingewiesen habe. Und sie votieren für das staatliche und hyperinflationäre Schwund- oder Gesellgeld - bei dem die Bevölkerung verhungern würde (niemand will Geld, das täglich an Wert verliert, die Bauern würden nur noch wenig mehr als für den Selbstverbrauch produzieren, jeder würde das Geld sofort loshaben wollen usw.), ausser man würde eine Bodenreform machen: Sozialismus pur!!! Nein Danke! Schade für die sonst interessante Website - und ein Widerspruch in sich! Geschrieben von: HRR, am 08-07-2009 18:55 @Zinseszins Zu den Steuern: Vermögens-/Erbschaftssteuern & Energiesteuern und dagegen die Arbeit steuerfrei machen, das wäre meine Lösung. Wegen der Obrigkeitsgläubigkeit lässt sich das aber nicht durchsetzen. Tja, die Schafe dürfen sich nicht über ihre Schlächter wundern, wenn sie ihnen so gottergeben hinterher laufen. Geschrieben von: Zinseszins, am 08-07-2009 19:30 @HRR Insbesondere, weil die "Baby-Boomer" bald ins Pensionsalter kommen, wird die Finanzierung durch die Jungen nicht bloss ein Problem wegen den Steuern, sondern auch wegen den Sozialleistungen. Aber ich muss leider zugeben, dass es ein perfektes System wohl nicht gibt. Nicht ausser acht gelassen werden darf die Abhängigkeit vom Ausland und die Unmöglichkeit eines Alleingangs. Ich mache mir nichts vor, die Welt verändern zu können oder gar ein System wählen zu dürfen/müssen, aber eine solche Diskussion zwingt einen zum analytischen Denken und das ist gut so. Leider werden die wichtigen Dinge in der Schule nicht gelehrt, sodass den drei Äfflein kaum ein Vorwurf zu machen ist. Aber das schützt sie natürlich nicht vor der Schlachtbank. Ich habe das bedrückende Gefühl in der Bauchgegend, dass sich die Hungertoten in den nächsten Jahren vervielfachen werden. Naja, die Intelligenz der Menschheit kennt halt keine Grenzen, wie Einstein einmal andeutete... Einstein ;-) Schönen Abend! Artikel kommentieren
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