Die Chinesen haben es gut. Sie befinden sich im Jahr des
Drachens, das Glück und geschäftliche Erfolge bringen soll. Anhänger des
Maya-Kalenders haben es da schwerer. Für sie geht die Welt am Ende des Jahres
unter. Aufgrund der besseren Prognosen, habe ich mich entschieden, den Chinesen
zu glauben.
Wer glaubt, die Zukunft werde schlechter sein als die Gegenwart, dessen
Gegenwart wird schlechter sein. Wer glaubt, die Zukunft werde besser sein als
die Gegenwart, dessen Gegenwart wird besser sein. Ich glaube also, die Zukunft
werde besser sein. Ich bin doch nicht blöd und vermiese meine Gegenwart.
Tatsächlich entscheiden wir uns jeden Moment neu, ob es uns gut oder schlecht
geht. Entscheidend dafür ist nicht, was passiert, sondern wie wir über das
denken, was passiert. Zu einfach? Denkste! Nichts ist schwieriger als
liebgewonnene Gedanken zu ändern. Versuchen Sie es mal. Stellen Sie sich vor,
wie Ihr ärgster Feind zu Ihrem besten Freund wird. Nur so zum Spass. Wie
in einem Traum. Das hört sich einfach an, kann aber zu Beginn enorm schwierig
sein. Also nicht verzagen und dran bleiben. Je länger Sie diese Vorstellung
aufrecht halten können, desto mehr tritt eine Entspannung ein. Das heisst, aus
der Phantasie wird gefühlte Realität - im besten Sinne.
So etwas wie eine Realität gibt es sowieso nicht. Das merkt man schnell, wenn
man mit anderen Menschen über vermeintliche Realitäten diskutiert. Da treffen
nicht reale Dinge aufeinander, sondern Vorstellungen der Realität. Und diese
Vorstellungen, manche nennen es auch Überzeugungen, bestimmen unser Leben. Wenn
sich das Leben also schlecht anfühlt, dann sollte man seine Überzeugungen
überprüfen. Schon Mark Twain hatte mal gesagt "Ich hatte viele Probleme,
die meisten nur in meinem Kopf."
Dazu eine kurze Geschichte, die ich auch in meinem Buch erwähne, und die geht
so:
Ein Student, der unter Liebeskummer litt, nahm an einer Studie zu einem
Antidepressivum teil. Tatsächlich fühlte er sich nach der Einnahme des
Medikaments schon bald besser. Doch als es zu einem heftigen Streit zwischen
dem ehemaligen Paar kam, machte der junge Mann einen Suizidversuch und
schluckte kurz entschlossen den kompletten Monatsvorrat auf einmal. Danach
bekam er Angst und liess sich einliefern. Sein Zustand war äusserst
besorgniserregend und besserte sich erst wieder, als ein Studienarzt auftauchte
und zur Überraschung aller erklärte, dass der Patient zur Placebogruppe gehörte
und ein völlig wirkungsloses Medikament geschluckt hatte. Binnen Minuten
normalisierten sich seine Werte wieder. (Trackback)
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Geschrieben von: Mayafreund, am 27-01-2012 10:31 Quote:
Anhänger des Maya-Kalenders haben es da schwerer. Für sie geht die Welt am Ende des Jahres unter. Haben die Maya NIEEEE behauptet oder niedergeschrieben!Geschrieben von: HRR, am 27-01-2012 10:59 @Mayafreund Damit hast du bestimmt recht, aber darum geht es mir auch nicht. Entscheidend ist nicht, was die Mayas behauptet haben, sondern was manche Menschen GLAUBEN, dass die Mayas behauptet haben. Geschrieben von: Edwin Glaser, am 29-01-2012 14:25 Ja, seltsam. Beim Zusammenbruch der Planwirtschaft war jeder der Meinung: alles was danach kommen kann, wird besser sein. Und es wurde besser. Beim Zusammenbruch des Investmentbanking sind alle der Meinung es muss schlechter werden. Artikel kommentieren
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