Völlig ausserhalb des medialen Radarschirms ist zum Jahreswechsel eine
äusserst wichtige Meldung erschienen. Die Geldmenge M3 in der Eurozone
ist per November zum ersten Mal seit Beginn der Statistik gesunken.
Eine weitere Hiobsbotschaft für die Inflationisten und diejenigen,
welche bereits den Aufschwung um die Ecke lugen sehen.
Wer begriffen hat, dass Geld und Schulden nur die zwei Seiten ein und
derselben Medaille sind, dürfte ob der erstmaligen Schrumpfung der
M3-Geldmenge aufhorchen. Denn wo kein Geld ist, ist auch kein
Wachstum. Da inzwischen bereits manchen Staaten die rote Karte gezeigt
wird in Form von angedrohten oder bereits vollzogenen
Ratingrückstufungen, wird es in Zukunft auch schwieriger, staatlich
orchestriertes Wachstum aufrecht zu erhalten.
M3 beinhaltet zwar nicht alle Schulden, aber die wichtigsten. Dazu gehören Bargeld sowie Einlagen auf
Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen bis
zu zwei Jahren Laufzeit.
Experten zufolge belegt die schwache Geldmengenentwicklung, dass auf absehbare Sicht keine Inflationsgefahr drohe.
Sag ich doch ;-)
Die Frankfurter Währungshüter dürften es vor diesem Hintergrund nicht
eilig haben auf einen restriktiveren geldpolitischen Kurs umzuschwenken
und ihre umfassende Liquiditätsversorgung für das Finanzsystem nur
vorsichtig zurücknehmen.
Auch diese Einschätzung teile ich.
Sorgenkind der Ökonomen bleibt dagegen weiterhin die Kreditvergabe der
Banken. So ging die Summe der an Firmen und Haushalte ausgereichten
Kredite im November im Jahresvergleich um 0,7 Prozent zurück und war
damit den dritten Monat in Folge negativ.
Und daran wird sich auch nicht viel ändern, wenn die Banken wieder sicherer werden sollen. Barclays hat dazu eine über 300-seitige Studie aufgelegt. Eine Kurzzusammenfassung gibt es bei Alphaville:
BarCap’s ‘credit surprise’ snapback, BarCap calculates the cost of ‘Too Big Too Fail’ und BarCap’s funding findings
Quelle: Geldmenge M3 schrumpft erstmals (Trackback)
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Geschrieben von: Michael, am 06-01-2010 03:20 In Deutschland ist das M3-Wachstum sogar um 1,5 % gesunken. Das gab es übrigens um 2000 und 1995 auch schon. Undramatisch, aber wirklich kein "Aufschwung. Geschrieben von: Carolus Magnus , am 06-01-2010 15:08 Die großen Funds, Pensionskassen und sonstige Fonds ziehen wie immer zu spät ihr Geld aus den Geldmarktanlagen, was aber seit etwa 6 Wochen nun endlich der Fall ist und deshalb Auswirkungen auf die M3 hat. Im Übrigen definieren EU, USA, CH, und andere M1, M2 und M3 völlig unterschiedlich. Du hast die Version der EU genommen. Dieses Geld wird nun infolge zu tiefer Zinsen aus dem Geldmarkt herausgenommen um sie nun in Aktien, Rohstoffe, etc. zu investieren, nachdem sie das im März 09 begonnene Rally am Aktienmarkt verschlafen haben. Also kein Grund zur Beunruhigung. Die Inflation wird schon noch kommen, stärker als uns lieb sein soll. Liebe Grüsse Carolus Magnus Geschrieben von: HRR, am 07-01-2010 11:22 @Carolus Magnus Man kann das Geld nicht einfach so abziehen, denn wo einer "abzieht", muss auch ein Käufer sein, wenn es sich um kurzfristige Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen handelt. Geschrieben von: physiker, am 07-01-2010 18:31 Oh, auch mein Lieblingsthema, wie kann Geld weniger werden. Vor einiger Zeit hat sich dazu doch meine Meinung geändert, es geht schon! Die Geschichte geht so: Wenn´s den Geschäftsbanken zu gut geht verschenken sie Geld indem sie Kredite für alle möglichen Geschäftsideen gewähren. Es werden Leute eingestellt, die mit Fug und Recht behaupten ihr Geld verdient zu haben als Lohn für die geleistete Arbeit. Derweil fängt die Wirtschaft an zu brummen und alle diversen Vermögenswerte steigen. Einige der Leute wissen nicht wohin mit ihrem verdienten Geld und kaufen sich die unter Umständen schon teuren Vermögenswerte. Auf einmal stellt da einer fest, dass die geleistete Arbeit viel zu gut bezahlt wurde weil die verrichtete Arbeit keine neue Arbeit erbringt, die auch wieder neue Arbeit aber positive, nicht etwa Arbeit die irgendwelche Schäden beseitigen muss, ermöglicht. Ja ganz einfach, dass die Kredite nicht mehr mit neuen Krediten bezahlt werden können. Dann kriegen die Banken kalte Füße und überlegen sich, wie sie das Geld zurückholen können. Zum Glück haben die Lohnempfänger ja ein Teil des Geldes in z.B. Aktien umgetauscht, die sie teuer den Banken abgekauft haben. Und jetzt geht´s los. Jetzt verkaufen die Banken die Aktien um ausgefallene Kredite zu begleichen und setzten die Kurse unter Druck. Dann wird Panik verbreitet und die privaten Aktienbesitzer treiben die Aktien freiwillig in den Keller. (Aktien als pars pro totum) Aber zum Glück bieten die Banken ja dem gewieften Anleger die Möglichkeit mit entsprechenden Produkten auch in einem solchen Umfeld sein Geld zu vermehren, während sie selbst mit billigem Notenbankgeld die billigen Aktien wieder einsacken und die Kurse dabei hochtreiben. Ich frag mich nur wie die die Begleitmusik hinkriegen, wie: auf einmal geht´s mit der Wirtschaft wieder aufwärts, wer hätte denn das gedacht!? Naja, jedenfalls beginnt das Spiel so von neuem. Die Geldvernichtung entsteht also in der Bank, durch den Verkauf von Vermögenswerten um die eigenen Bilanzen wieder auszugleichen. Ob jetzt etwas anders ist und das Ganze diesmal viel schlimmer und tiefgreifender ist muss man daran festmachen ob die Lohnempfänger genug börsengehandelte Vermögensprodukte gekauft haben, somit die Preise hoch genug getrieben wurden, damit die Banken noch am Anfang der Kursrückgänge durch den Verkauf genug einnehmen konnten. Wenn nicht, was zu befürchten ist, dann bleibt´s deflationär. Aber nicht zu lange auf dem Gesparten sitzen! Entweder wird es irgendwann gestrichen oder aus Angst davor dass es gestrichen wird, wird es ausgegeben, was Inflation erzeugt. Die Merkel hätte vielleicht besser gesagt: Die Einlagen sind n o c h sicher.  Geschrieben von: HRR, am 07-01-2010 18:43 @physiker Schöne Theorie, nur sie hinkt gewaltig. Banken haben nur sehr wenig Aktien. Banken sind also in fast allen Fällen nicht Käufer/Verkäufer sondern Vermittler von Börsengeschäften. Dass es bei den Schrottpapieren anders gelaufen ist, hat einen ganz speziellen, bis heute nicht untersuchten Grund. Banken haben Zweckgesellschaften gegründet, die Papiere aufkaufen (nur Obligationen, keine Aktien), um damit zusätzliche Nachfrage zu generieren. Inzwischen wurden die meisten dieser Zweckgesellschaften wieder aufgelöst und zurück in die Bilanz genommen (speziell die Landesbanken). Dass Zweckgesellschaften in der Bilanz nicht konsolidiert werden mussten und dennoch verlustwirksam wurden ist ein Unding und juristisch absolut nicht haltbar. Nur wagt sich niemand an diese Geschichte. Geschrieben von: physiker, am 08-01-2010 09:50 @HRR War mir schon klar gewesen, dass die Banken ihre Gewinne viel indirekter generieren als durch Aktien An- und Verkauf, deshalb sagte ich auch Aktien (pars pro totum). Aber ganz egal, solange sich der Sparer über Festgeldkonten und ähnliches hinaus auf nichts mehr einlässt, hat´s die Bank schwer das Geld wieder zurückzuholen, das von Kredit in Lohn und Verdienst umgewandelt wurde. Danke für die Info mit den Zweckgesellschaften, werde versuchen das besser zu verstehen. Geschrieben von: Der Schweizer Narr , am 25-01-2010 10:34 Ich wäre vorsichtig, da jetzt schon etwas herauslesen zu wollen, was die zukünftige Inflation anbetrifft. - Änderung in der Zinspolitik hatten in der Vergangenheit oft erst nach Verzögerung von Monaten bis Jahren eine Auswirkung auf den M3. - Seit Jahren erhöht sich derjenige Teil von M3 dramatisch, welcher im Besitz der Superreichen ist. - Eine Senkung der Warenkorbpreise im Westen ist kaum mehr weiter vorstellbar, wegen des Aufstiegs der aufstrebenden Märkte wie China. - Ein grosser Teil von M3 befindet sich zudem in den Reserven anderer Länder. - Die Bilanzmethoden der Banken haben sich verändert, was die Berechnung von M3 unsicherer macht. - Was in den Aktienmärkten seit März 2009 geschah, dies spiegelt sich wohl erst mit Verzögerung im M3, weil vermutlich demnächst ein Teil der Gewinne wieder abgegeben werden muss. Ich würde ab Mitte 2010 nach wie vor von einer ansteigenden Inflation ausgehen. Geschrieben von: fesx , am 22-05-2010 09:58 ... dürfte sich wohl bald ändern ... Geschrieben von: zwanzigelf, am 09-01-2011 11:50 Wir haben 2011 !!! Geschrieben von: ALF, am 09-01-2011 14:49 Na ja.. M3, M2, M1.. ("Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!") Glauben Sie wirklich an die geldwirtschaftliche Theorie, dass Inflation nur mit steigender M3- Geldmenge entsteht?! *Kopfschüttel* Genauso soll ja nach "Theorie" eine Inflation nur bei Aufschwung der Wirtschaft existieren. Für mich sind das Märchen. Oder wollen Sie mir erzählen, dass die Preise für Lebensmittel, Energie, Sprit usw. billiger wird. Bitte tun sie mir einen Gefallen und erinnern Sie sich an die Preise von vor einem Jahr und berechnen ihre ganz private Inflation, Bitte! Und ich wette mit ihnen wir sind schon jetzt bei 10%... Geschrieben von: Manfred, am 09-01-2011 20:09
schau mal hier: http://www.bundesbank.de/statistik/statistik_zeitreihen.php? open=&func=row&tr=AC4949&showGraph=1 Da siehste was mit M3 ab geht  Artikel kommentieren
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Erhalten von: Die Sache mit der Geldmenge und den Staatsschulden | Die Börsenblogger , am 07-01-2010 11:03 (PB) [...] anders dagegen die Situation in Europa. Bei der Zeitenwende bin ich auf die Meldung aufmerksam geworden, dass die Geldmenge M3 erstmals in der Eurozone [...] Erhalten von: Devisen-Forex.de - Ihr Forex-Broker Vergleich , am 24-02-2010 15:06 (TB) Euro im Fall und kurz vor der Marke von 1,35 US-Dollar
Die Währungsturbulenzen um die Einheitswährung nehmen immer dramatischere Züge an. Der Euro nähert sich immer mehr Marke von 1,35 US Dollar. Während vor einigen Monaten der Euro immer stärker wurde und die 1,40 US Dollar dann auch überschritten hatt Erhalten von: Blogwarte.de , am 08-01-2011 23:20 (TB) Die Geldmenge M3 sinkt erstmals in der Eurozone
Die Sparprogramme wirken, die Geldmenge sinkt. Die guten Nachricht sind, die Schulden gehen zurück, es gibt keine Inflationsgefahr, die schlechten Nachrichten sind: ein Wachstum ist nicht möglich, eine Abwärtsspirale droht. |