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Die einsamen Pflugers PDF Drucken E-Mail
Montag, 4. August 2008
Als Mr. Pfluger seinen Job als Telefonkabel-Installateur verlor, konnte er und seine Frau sich die Wohnungsmiete von 475 US$ monatlich nicht mehr leisten. Das im 60. Lebensalter stehende Paar plante deshalb in einen Wohnwagen im Hinterhof ihrer Tochter zu ziehen. Doch das Schicksal meinte es besser mit den Pflugers. Sie gewannen in einem Wettbewerb einen 12 monatigen Gratisaufenthalt in einem luxuriösen Haus - auf Nachbarn warten sie bis heute.

Um den Liegenschaftenverkauf in einer neuen Siedlung zu beschleunigen kam eine Immobilienfirma in Arkansas auf die Idee ein Haus kostenlos für ein Jahr zur Verfügung zu stellen mit der Absicht, dies später zu 452'000 $ an die Gewinner des Preises zu verkaufen. Doch die Marketingidee war ein Fiasko. 1000 Personen kamen an einem kalten Dezembertag, um am Wettbewerb teilzunehmen, verkauft wurde aber kein einziges Haus.

Das grosse Los aber zogen die Pflugers. Statt in den Wohnwagen zogen sie in eine Liegenschaft inklusive Entertainment Center, beheiztem Outdoor-Whirlpool und makellosen Stahl-Verzierungen. Doch was sich so toll anhört war ziemlich langweilig. Die einzigen Passanten die vorbei kamen waren die Hühner eines naheliegenden Bauernhofes. Nur ein weiteres von 28 Häusern ist bewohnt. "Da ist absolut kein Geräusch hörbar", erzählt Frau Pfluger.

Und bald schon sind auch die Pflugers weg. Das Haus können sie sich wenn das kostenlose Jahr einmal vorbei ist schlicht nicht leisten.  
Solche Geschichten sind in den USA keine Seltenheit mehr. Per Juli stieg der Prozentsatz an Häusern, welche zur Miete oder zum Verkauf angeboten wurden auf 4.8 Prozent - der höchste Anteil seit 33 Jahren laut Zelman & Associates.

Im vergangenen Jahr sind schätzungsweise 15 bis 20 Prozent sogenannter "residential developers" von der Bildfläche verschwunden, schätzt die National Association of Home Builders.

Mehr dazu: After the Bubble, Ghost Towns Across America

Auch die Zeitung Welt hat einen Artikel zu den Geisterstädten in den USA publiziert: US-Vorstädte werden die Slums der Zukunft

Die Retorten-Vorstädte der USA sind dem Untergang geweiht. Explodierende Benzinpreise und die Immobilienkrise treiben die Amerikaner zunehmend zurück in die Großstädte. Doch Pessimisten zeichnen ein noch extremeres Bild für die Suburbs. Sie könnten zu den Slums der Zukunft werden.

Und Immobilienblasen hat noch ein paar Charts welche darauf hinweisen, dass der Boden der Immobilienpreise nicht so schnell erreicht sein wird:

“Subprime Was The Tip Of The Iceberg”.... “Prime Will Be Far Bigger In Its Impact.”

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