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Mittwoch, 7. Januar 2009 |
Mark Hulbert misst in seinem HSNSI-Index das Sentiment der
Börsenbriefschreiber. Am 20. November 2008 waren die Kommentatoren noch
überaus negativ und empfahlen Aktien zu shorten. Damals lag der Dow
Jones bei 7552 Punkten. Jetzt bei 20 Prozent höheren Kursen sind die
Börsenbriefschreiber viel optimistischer und das macht Mark Hulbert
skeptisch.
Contrarians nennt man die Gruppe von Börsenbeobachtern, die immer dann
wenn der Grossteil der Empfehlungen in eine Richtung tendiert, das
Gegenteil machen. Der Grund liegt in der Annahme, dass Marktbeobachter
immer dann positiv sind, wenn sie bereits gekauft haben. Wenn die
Mehrheit bereits gekauft hat, dann fehlen somit die Folgekäufer und
eine Trendwende wird wahrscheinlicher. Bei dieser Analyse stützen sich
die Contrarians unter anderem auf das Datenmaterial von Mark Hulbert,
der die Empfehlungen der Börsenbriefe misst. Am 20 November vergangenen
Jahres war laut dem HSNSI-Index somit ein Kaufsignal für Contrarians
und sie haben recht damit bekommen.
Das Rally innerhalb gut
eines Monats war nicht von schlechten Eltern, obwohl die
Fundamentaldaten laufend weiter in die Grütze gingen. Inzwischen hat
sich aber das Sentiment der Börsenbriefschreiber massiv gewendet von
minus 18.9 Prozent auf plus 43,5 Prozent. Sie vertrauen darauf, dass
Obamessias und Heli-Ben den Karren aus dem Dreck ziehen.
Für
mich ist das gleich ein doppelter Grund, skeptisch zu werden. Erstens
halte ich die Hoffnung, dass man mit Konjunkturprogrammen und massiver
Staatsverschuldung die Rezession bekämpfen kann, für reines
Wunschdenken und zweitens zeugt jetzt auch noch der HSNSI-Index, dass
die Rally in den nächsten Wochen auslaufen dürfte.
Mark Hulbert: Bullish bandwagon (Trackback)
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