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Die Achillesferse des Exportweltmeisters |
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Freitag, 16. September 2011 |
Europa hat die Krise und alle blicken nach Berlin, wo deutsche
Politiker so tun, als ob sie eine Wahl hätten, Europa zu retten. Doch
ob sie eine Wahl haben, hängt davon ab, wo die Gläubiger sind.
816 Milliarden Euro, so gross waren vor zwei Jahren laut der Bafin die
Engagements deutscher Banken in problematischen Geschäftsfeldern.
Inzwischen ist der grösste Teil in sogenannte Bad Banks verschoben
worden, die durch den Bund garantiert werden.
Viele dieser
Kredite stammen von den Landesbanken, die Infrastrukturprojekte in der
ganzen Welt finanzierten. Sie trugen massgeblich dazu bei, Deutschland
zum Exportweltmeister zu verhelfen, denn Deutschland lieferte nicht nur
das Geld, sondern oft auch die Dientstleistungen mit dazu. Sie haben
sich dabei wie die Chinesen verhalten. Ich geb dir den Kredit, damit du
meine Produkte kaufen kannst.
Wie stark der Bumerang-Effekt
sein wird, werden wir erst bei einer Griechenland-Pleite wissen. Dass
es teuer werden wird, steht aber für einen Exportweltmeister ausser
Frage. Somit geht es bei der Griechenland-Hilfe nicht um Altruismus,
sondern um ökonomischen Sachverstand.
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