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Samstag, 9. Mai 2009
Viel wurde über die Finanzkrise bereits geschrieben. Der grösste Teil davon stammt von Leuten, die noch nie einen Handelsraum betreten haben und sich auch der emotionalen Komponenten von Anreizen nicht bewusst sind. Für die folgenden Beiträge gilt dies nicht. Hier kommen Insider zu Wort und das erst noch in deutscher Sprache.


Meine liebste Bombe

Wenn ich Leuten erzähle, was ich früher beruflich machte, fragen sie oft, ob ich mich schuldig fühle. Ja, tue ich, ein wenig, und es nagt an mir. Auch wenn ich es verdränge, taucht es unvermeidlich irgendwann wieder auf, wie ein Schiffswrack bei Ebbe. Es ist jetzt acht Jahre her, dass ich das letzte Mal ein Programm geschrieben habe, aber eben jenes wurde zum Standard der Finanzindustrie und fand seinen Weg in jede Investment-Bank der Welt.


Die Finanzkrise: Teil 1 - Der globale Geldtopf

Wer Experten fragt, wie es zur Finanzkrise kam, hört etwas von Subprime und zu viel Geld im globalen Finanzsystem. Aber was bedeutet eigentlich Subprime? Wie kann zu viel Geld in eine Krise führen? Und was hat ein Barkeeper in Nevada damit zu tun?


Die Finanzkrise: Teil 2 - Das Wall-Street-Massaker

2008 weitete sich die Hypothekenkrise zu einer Bankenkrise aus. Ende letzten Jahres war klar: Wir stehen vor einer Rezession. Aber wer ist schuld – die gierigen Banker? Der Kapitalismus? Oder ein Physiker namens Gregg Berman?


Die Finanzkrise: Teil 3 - Wie konnte das nur passieren?

Wer die Finanzkrise verstehen will, muss verstehen, was ein Derivat ist, warum der Markt dereguliert wurde, wie man einen Kredit weiterverkauft. Hier erfahren Sie es.


Die Haltlosen

Viel ist bisher über die Bankenkrise gesagt und geschrieben worden. Die Hauptbetroffenen, die Banker, wurden dabei ausnahmslos von aussen beurteilt und verurteilt. Meist waren sie die Bösen. Sie: eine unbestimmte Masse. Klar ist einzig, dass ein ganzer Berufsstand in Misskredit geraten ist. Pauschalisierungen interessieren sich nicht für den Einzelnen. In langen Gesprächen kommen hier zwei Schweizer Banker zu Wort. Der eine ist Private Banker, der andere Marktstratege bei einer Bank in New York.


Der leise Staatsstreich

Der Crash hat viele unschöne Wahrheiten über die Vereinigten Staaten aufgedeckt. Eine der alarmierendsten ist, dass die Finanzindustrie quasi die Regierung übernommen hat, sagt ein ehemaliger IMF-Chefokönom - ein Zustand, der eher auf Schwellenländer zutrifft und im Zentrum von vielen Krisen von Schwellenländern steht. Wenn das IMF-Personal offen über die USA sprechen könnte, würde es den Rat geben, den sie allen Ländern in dieser Lage gibt: Es gibt keine Erholung bis wir mit der Finanzoligarchie gebrochen haben, die grundlegende Reformen blockiert. Und wenn wir eine wirkliche Depression verhindern wollen, wird die Zeit knapp.

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