Bei all dem Brimborium über "Green Shoots" und andere Nettigkeiten, die
uns das Ende der Krise ankünden wollen, wird gerne vergessen, was die
Wirtschaft wirklich zum Laufen bringt. Es sind Kredite. Und da sieht es
schlechter aus denn je. So sind die Darlehen an Unternehmen in der
Euro-Zone im Juni um 35 Mrd. Euro zurückgegangen - so stark wie nie.
Die Darlehen an Firmen außerhalb des Finanzsektors seien um
35 Mrd. Euro oder 0,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat
zurückgegangen, teilte die Europäische Zentralbank
(EZB) am Montag mit. Das war der stärkste Rückgang
seit Beginn der Statistik 2003. Experten führen das vor allem
auf die Rezession, aber auch auf schärfere Kreditbedingungen
zurück. "Rückgänge hat es zwar
früher schon gegeben, doch diese Zahlen kommen aus einer
anderen Welt", sagte Deutsche-Bank-Analyst Gilles Moec. (Quelle: Kreditvergabe
schrumpft im Rekordtempo)
Wer sich in die Daten hineinknien möchte, hier sind
sie
Die laue Kreditvergabe schlägt sich auch in den Bankbilanzen
nieder. Die Deutsche Bank, welche heute die Quartalszahlen
präsentierte, schrumpfte die Bilanzsumme weiter von 2103 auf
nun 1733 Mrd. Euro. (Quelle)
Nicht geschrumpft sind hingegen die Derivatepositionen amerikanischer
Finanzinstitute. So ist der Nominalwert im ersten Quartal um 1.6
Billionen US$ auf 202 Billionen US$ gestiegen. 84 % Prozent dieser
Positionen konzentrieren sich auf Zinsprodukte.
Laut Fitch teilen sich die fünf Grossen der Branche 80 % des
Derivatemarktes. Das sind JP Morgan, Bank of America, Goldman Sachs,
Citigroup und HSBC. Das mit Abstand grösste Risiko
fährt dabei Goldman Sachs. (Siehe
Credit Exposure to Risk Based Capital)
Schaut man sich die Derivatepositionen an, wird schnell klar, dass die
Bewertung der Positionen einen massiven Einfluss auf die Gewinne der
Banken haben und je höher die Gewinne sind, desto flotter fliessen die
Boni - ein klassischer Interessenskonflikt. Doch nicht nur bei den
Derivaten spielen Bewertungsmethoden eine grosse Rolle. Das gleiche
gilt für alle Wertschriftenbestände und da habe es seitens der Banken
unglaubliche Druckversuche auf die Politik gegeben, schreibt die
Financial Times.
Tja, und der Druck hat dazu geführt, dass uns
alle Experten weismachen wollten, dass die Verluste in den Bankbilanzen
überschätzt wurden und deshalb die Bewertungen angepasst werden
mussten. Jetzt kommt aber die Financial Crisis Adivisory Group zu einem
ganz anderen Fazit. Sie ist der Meinung, dass die Verluste nicht über-
sondern unterschätzt wurden. Aber hallo...
Kurzum, wer glaubte, dank den Bankgewinnen Schlüsse auf die generelle Konjunktur zu ziehen, sieht sich getäuscht. Die Gewinne haben viel mit Bewertungen zu tun und zeigen nicht den wahren Zustand der Banken. Somit ist auch jeder Rückschluss auf die Realwirtschaft ein Trugschluss. Wie eingangs erwähnt sind Kredite der Motor für die Wirtschaft und der stottert.
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Geschrieben von: Stefan Wehmeier , am 28-07-2009 23:00 Haben Sie schon Ihr Gehirn eingeschaltet? Wenn nicht, fangen Sie besser gleich damit an, denn sollte Ihnen das bis 2010 nicht gelingen, kommen wir nie mehr aus der Krise! Warum hat John Maynard Keynes 1944 auf der Bretton-Woods-Konferenz eine internationale umlaufgesicherte Währung (Bancor) vorgeschlagen? Weil Keynes wusste, dass Silvio Gesell Recht hatte, und dass - sollte weiterhin Zinsgeld verwendet werden - die Weltwirtschaft auf die globale Liquiditätsfalle (Armageddon) zusteuern würde. Also: Herzlichen Glückwunsch – wir stehen unmittelbar davor! Denn religiös Verblendeten fällt es unendlich schwer, sechs Gleichungen mit neun Unbekannten zu lösen: (001) Wer die Erklärung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken. (044) Jesus sagte: Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel. (055) Jesus sagte: Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein. (105) Jesus sagte: Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden. (106) Jesus sagte: Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: "Berg, hebe dich hinweg!", wird er verschwinden. (113) Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht." *** (Nag Hammadi Library / Thomas-Evangelium) Einzig sinnvolle Lösung: Mutter = Summe aller Ersparnisse Hure = Finanzkapital Brüder und Schwestern = Sachkapitalien Berg = Rentabilitätshürde Tod = Liquiditätsfalle Vater = Kreditangebot Sohn = Kreditnachfrage heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld Königreich = Natürliche Wirtschaftsordnung (Die originale Heilige Schrift - die "heilige Bibel" nur bis Genesis 11,9 - bezieht sich immer zuerst auf die ganze Kultur und erst danach auf den einzelnen Kulturmenschen!) Wenn wir diese eine sinnvolle Interpretation als richtig ansehen, war der Prophet Jesus von Nazareth das größte Genie aller Zeiten, und er entdeckte tatsächlich die einzig denkbare Möglichkeit, wie Menschen wirklich zivilisiert zusammenleben können: das Grundprinzip der absoluten Gerechtigkeit als Basis für die ideale Gesellschaft. Wäre Jesus der moralisierende Wanderprediger gewesen, zu dem ihn die "heilige katholische Kirche" degradierte, wüssten wir heute gar nicht, dass es jemals einen Propheten dieses Namens gegeben hat! Die "Moral" ist eine irrelevante Größe: solange es möglich ist, einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) zu erzielen, weil eine fehlerhafte Makroökonomie die Gesellschaft in Zinsgewinner und Zinsverlierer unterteilt, wäre selbst dann, wenn alle Menschen grundehrlich und auch noch hyperintelligent wären, der nächste Krieg unvermeidlich. Andererseits: sind leistungslose Kapitaleinkommen eigendynamisch auf Null geregelt, bedeutet es prinzipiell das Beste für alle, wenn jeder Einzelne nur das Beste für sich anstrebt. Der Moralbegriff löst sich auf. Mit freiwirtschaftlichem Gruß Stefan Wehmeier *** "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat." Silvio Gesell Geschrieben von: HRR, am 28-07-2009 23:00 Sie wollen Vorschläge machen, wie Menschen zivilisiert zusammen leben sollen und beginnen ihren Kommentar mit der Bemerkung "Haben Sie schon Ihr Gehirn eingeschaltet?" Das ist Realsatire auf höchstem Niveau - Kompliment! Artikel kommentieren
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Erhalten von: Deutsche Bank verdient weiter kräftig im Investmentbanking » Euro, Bank, Deutsche, Milliarden, Auch, Investmentbanking » Spekulantenblog , am 28-07-2009 21:59 (PB) [...] gleichzeitig im Umkehrschluss eine Kreditklemme für die Ralwirtschaft. So hat die Deutsche Bank ihre Bilanz von 2103 Milliarden Euro auf 1733 Milliarden Euro reduziert. Auch hat die Deutsche Bank im laufenden Quartal eine Risikovorsorge für Kredite auf 1,526 [...] |