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Der aussenpolitische Kampfhund Barack Obamas |
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Sonntag, 7. September 2008 |
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Seite 1 von 2 Die Medien präsentieren uns täglich die neusten Nachrichten von den amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Nur wer den Kandidaten in aussenpolitischen Belangen zur Seite steht, davon erfahren wir wenig. Dabei ist es sicher nicht uninteressant zu wissen, dass Zbigniew Brzeziński, der Mann an der Seite von Obama, Putin kürzlich mit Hitler verglichen hatte. Ob solche Nettigkeiten im Interesse Europas sind? Ein Kurzporträt.
Zbigniew Kazimierz Brzeziński (* 28. März 1928 in Warschau) ist ein polnisch-amerikanischer Politikwissenschaftler und gilt neben Henry Kissinger und Samuel P. Huntington als graue Eminenz unter den US-amerikanischen Globalstrategen. Von 1977 bis 1981 war er Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter. Heute ist er Professor für Amerikanische Außenpolitik an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, Berater am „Zentrum für Strategische und Internationale Studien“ (CSIS) in Washington D.C. und Verfasser von politischen Sachbüchern. Daneben betätigt er sich als Berater für mehrere große amerikanische und internationale Unternehmen.
1973 wurde Brzeziński der erste Direktor der sogenannten Trilateralen Kommission (Trilateral Commission), einer Gruppe prominenter politischer, akademischer und wirtschaftlicher Führungspersönlichkeiten aus den USA, Westeuropa und Japan.
Als Sicherheitsberater von Jimmy Carter (1977–1981) erwarb Brzeziński sich den Ruf eines „Hardliners“ bezüglich seiner Politik gegenüber der Sowjetunion. Er befürwortete die Unterstützung der fundamentalistischen Mudschahidin Pakistan und Afghanistan, unter anderem durch massive finanzielle Unterstützung der vom pakistanischen Geheimdienst geleiteten Trainingslager durch die CIA und den britischen MI6.
In seinem Buch Die einzige Weltmacht skizziert er eine globale unilaterale Dominanz der USA, die an eine Durchdringung amerikanischer Interessen im zentralasiatischen Raum gekoppelt ist. Damit verbunden fordert er für die US-Außenpolitik, die Entwicklung der hier mit den USA konkurrierenden Großmächte China und Russland zu begrenzen, etwa indem man separatistische Bewegungen in den Grenzgebieten unterstützt.
Von ihm soll auch der Begriff des "Tittytainment" stammen, welcher besagt, dass in Zukunft 80 Prozent der - dann arbeitslosen - Weltbevölkerung durch eine moderne Form von Brot und Spielen bei Laune gehalten werden müssen.
Brzezińskis Politik hatte das Ziel, die radikalen islamistischen und antikommunistischen Kräfte Afghanistans, also gerade auch die fundamentalistischen Mujaheddin, zu stärken, um die säkulare, kommunistisch ausgerichtete Regierung zu stürzen.
Seit dem 5. Dezember 1978 hatte die prosowjetische Regierung Afghanistans einen „Freundschafts- und Beistandspakt“ mit der Sowjetunion, wonach die afghanische Regierung sowjetische Hilfe in Anspruch nehmen könne, wenn sie in Gefahr ist. Zwischen dem 17. März 1979 und dem 12. Dezember 1979 hatte die Regierung unter dem Staats- und Regierungschef Hafisullah Amin einundzwanzigmal um Militärhilfe der Sowjetunion gebeten, da sie sich immer mehr von den fundamentalistisch-islamistischen Kräften unter Druck gesetzt sah.
Gemäß der offiziellen amerikanischen Version der Geschichte begann die Unterstützung der Mudschaheddin durch den CIA erst im Laufe des Jahres 1980, also nach dem Eingreifen der sowjetischen Armee in Afghanistan am 24. Dezember 1979. Laut einem Interview Brzezińskis mit der französischen Zeitschrift „Le Nouvel Observateur“ vom Januar 1998 setzte die amerikanische Unterstützung der fundamentalistischen Mujahedin dagegen schon am 3. Juli 1979 ein, also fast ein halbes Jahr vor der Invasion. Präsident Carter unterschrieb an diesem Tag die erste Direktive für eine geheime Unterstützung der Mudjahedin.
Brzeziński war sich bewusst, dass diese Aktionen das Risiko für eine militärische Intervention der Sowjets erheblich erhöhen würde. Er war ein starker Befürworter dieser geheimen Operationen, denn hierdurch wäre die Sowjetunion in die „Afghanische Falle“ gelockt worden, d. h. in einen zermürbenden Krieg, ähnlich dem Vietnamkrieg der USA. Tatsächlich war die Sowjetunion für fast zehn Jahre im Afghanistan-Krieg engagiert, was nach Brzezińskis Auffassung das sowjetische Imperium so stark demoralisierte und wirtschaftlich schwächte, dass es letztlich auseinanderbrach.
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