Zeitenwende.ch        WIRTSCHAFT - geschüttelt statt gerührt
Das Land der begrenzten Möglichkeiten PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 5. November 2008
Es brauchte eine Wirtschaftskrise, Hurrican Kathrina und einen blutigen Irak-Krieg, damit die USA einem Afro-Amerikaner die Chance gaben, ihr Land zu führen. Yes, we can trifft schon mal auf die Rassismusfrage zu. Das macht Hoffnung in einem Land, das hinter jedem Turbanträger einen Terroristen vermutete.

Sorry, we can not, wird es hingegen schon bald heissen, wenn es um die wirtschaftlichen Probleme geht. Zuerst braucht es dazu den von Obama angekündigten Change. Das hat vermutlich noch kaum ein Amerikaner wirklich begriffen.

Was Obama genau unter Change versteht, hat er bislang tunlichst für sich behalten und er wusste sicher auch warum. Denn unter Change verstehen seine Landsleute nicht den Wechsel von der Villa in den Campingbus oder vom Liegenschaftsbroker zum Tellerwäscher. Change funktioniert im Selbstverständnis der USA andersrum, genau so wie es Obama mit seiner Vitae vorgelebt hatte - doch genau so wird es nicht funktionieren. Die Macht des Faktischen ist ein Loch voller Schulden.

Wohlstand, das war gestern und Obama wird der Ueberbringer der Botschaft sein. Wahrlich kein einfaches Los. Die USA müssen ihren Lebensstil ändern. Der American Way of Life hat seinen Kredit aufgebraucht. Kann das Obama packen, kann das überhaupt jemand packen?

Die USA waren seit ihrer Gründung auf Ausdehnung eingestellt, schrumpfen ist nicht ihre Sache, doch schrumpfen müssen sie, die Frage ist nur wo.

Werden sie das Imperium aufgeben, das Verteidigungsbudget kürzen und die Rüstungsindustrie eindampfen?

Werden sie Steuerschlupflöcher schliessen, die Reduktion für die Reichen aus den Bushjahren rückgängig machen und die Vermögenssteuern erhöhen?

Werden sie die Schulden erhöhen für die Rettung von Finanz und anderen "To big to fail"-Konzernen, die Ausgaben erhöhen für Infrastruktur, die Gesundheit und Bildung und damit Staatshaushalt und Dollar definitiv an die Wand fahren?

Egal was sie auch tun, der Change wird nicht unter frenetischen Rufen applaudiert werden. Change ist eine schwierige Botschaft, denn Menschen ändern sich nicht gerne. Obama hat nur eine Chance, wenn er nach dem erfolgreichen Brückenbau zwischen Schwarzen und Weissen auch eine Brücke zwischen Armen und Reichen bauen kann. Der Abstand ist unter Bush unheimlich gross geworden. David Rothkopf schreibt in seinem Buch "Die Super-Klasse ":

 
2001 wurden in den USA 85 Prozent aller Aktienanteile von den reichsten 10 Prozent der Amerikaner gehalten, wobei ein Drittel des Gesamtvolumens auf nur 1 Prozent der Amerikaner entfiel.
 

Eigentlich ist es erstaunlich, dass bei dieser einseitigen Vermögensverteilung die Amerikaner 2004 dennoch Bush wiedergewählt hatten, obwohl er die Steuerkürzungen auf die reichste Bevölkerungsschicht beschränkte. Vermutlich glaubte damals immer noch eine Mehrheit an den Traum des sozialen Aufstiegs. Und heute? Yes, we can! heisst die Botschaft. Aber womit?

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RSS Kommentare Kommentare (10)

Geschrieben von: egghat website, am 05-11-2008 16:29
Während sich Europa noch über das angeblich neue liberale Amerika freut, hat das angeblich liberale Kalifornien die Homo-Ehe kassiert ...

Geschrieben von: sakura, am 05-11-2008 16:46
Alles wird gut, bald sind alle Amerikaner Millionäre - nominell :p Und wir möglicherweise auch.

Geschrieben von: Zykliker, am 05-11-2008 19:45
ich würde mich ja wirklich sehr gerne eines Besseren belehren lassen, aber ich fürchte, auch Obama ist nur eine Marionette der Oberschicht, oder wie hat er seinen Wahlkampf finanziert, und wie will er diese "Schulden mit Zinsen zurückzahlen"?
Sollte er nicht willfährig genug sein, wird es ihm auch nichts nützen, kein Cabrio zu besteigen; irgendein trotteliger Rassist wird sich da schon billig kaufen lassen.
Wer von der sozialen Realität nichts wissen will, weil seine dekadente Abgehobenheit dies nicht mehr ermöglicht - ich meine nicht Obama, sondern die, von denen sein Leben abhängt - lebt lieber in der "Friedhofsruhe einer Bananenrepublik" - geschützt durch Mauern, Stacheldraht und noch mehr Gefängnisse und Hinrichtungen - als im sozialen Frieden mit weniger Betuchten. So kann natürlich eine Gesellschaft nicht prosperieren, aber das ist dem Saturierten egal.
Wo soll denn da eine Steuererhöhung für Reiche und eine Krankenversicherung für Arme herkommen? Wie gesagt, ich lasse mich trotzdem gern positiv überraschen!

Geschrieben von: madeleine website, am 05-11-2008 22:32
8) heute abend sah man im fernsehen, dass obama allein auf seiner internetseite sofortspenden von 60 million dollar machte. war einfach anzuklicken und
per kreditkarte zu bezahlen. ja ich meine mit dem plastikgeld, das es sowieso nicht gibt...

Geschrieben von: martin r, am 06-11-2008 09:54
In Stuttgart baut die US-Militärführung eine Befehlszentrale aus für Militäreinsätze in Afrika.
Ich fürchte, daß das Obamas Job sein wird: Krieg in Afrika.
'Change' heißt für Obama : Nationalstaat braucht durchtrainierte Soldaten und keine Sofafurzer.
Man wird erkennen müssen, dass Obama sich besser ausdrückt wie Bush, aber nichts anderes sein wird , wie ein 'Schwarzer Bush'.
Alles andere wäre eine Überrraschung - vor einigen
Monaten hat Obama Bush übrigens aufgefordert, Pakistan notfalls mit einem Atomkrieg zu erledigen.
Hinter Obama steht u.a. Soros.

Geschrieben von: sh, am 06-11-2008 12:29
Yes, we can - inhaltsleerer geht es wohl nicht. Jeder darf da mal ausfüllen, was er so will daß "wir können". Die eigentliche Botschaft hier ist typisch amerikanisch: "wir machen mal auf Optimismus und dann wird schon alles gut gehen". Die Realität sieht leider anders aus und durch die rosarote Brille gesehen werden die Probleme nicht gelöst, sondern nur verschleppt. Yes, we can't!

Natürlich ist Obama ein Mann des Etablishments. Die enormen Wahlkampfkosten und deren Spendenfinanzierung sorgen u.a. dafür, daß es gar nicht anders sein kann. Wer die amerikanischen Medien (insbesondere TV-Sender) und ihre deutschen Ableger nur ein bischen zwischen den Zeilen "gelesen" hat, kann sich ziemlich sicher sein, daß Obama genau derjenige Präsident ist, den das Establishment für uns (die Welt) ausgesucht hat. Im Westen nichts Neues.

Geschrieben von: kosh, am 06-11-2008 12:56
To can or not to can
To want or not to want

Kurzanalyse der Varianten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

a) Etwas können weil es theoretisch möglich ist, aber praktisch als unerreichbar gilt
b) Etwas können weil es theoretisch und praktisch möglich ist = etwas können
c) Etwas können im Sinne von b), aber nicht dürfen = etwas nicht können
d) Etwas können im Sinne von b), aber nicht wollen = etwas nicht können

Was Obamasama oder Black Bush oder wie auch immer wohl gemeint haben mag? Spätestens seit sich der ehrenwerte CFR-Breczinski offiziell als Berater von His Messias Voice Obamasama geoutet hat, sind die USA um eine Realsatire reicher. Nämlich um jene, dass das Volk mit Sturmbalken vor den Augen oder sehenden Auges - je nach Gusto des Interpreten - mit dem Bleifuss bleifrei ins Verderben stürzt. Der König ist tot, es lebe der König, ein dreifaches Hurra unserem nächsten Hampelmann.

Mit Genuss verfolge ich den religiösen Eifer, den auch zahlreiche mit Blindheit geschlagene Schweizerlein vor, während und nach dieser Wahl verunstalten. Ein Bsp. für die Ami-Fanbrigaden aus Naomi Kleins Feder:

aus http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feu illeton/?em_cnt=1624457&em_loc=89
- Das ist vielleicht Bushs kreativste Erfindung: der risikofreie Kapitalismus.
... Diese groteske Sachlage stellt eine Gelegenheit dar. Ganz egal, wer die Wahl gewonnen hat, er kann einen Stopp des Rettungspaketes anordnen, und zwar nicht erst nach der Amtseinführung, sondern schon vorher. Alle Absprachen sollten sofort neu verhandelt werden, und diesmal sollten die Steuerzahler in den Genuss der Haftungsgarantien kommen.

Grotesk, in der Tat:

aus http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/noch-schwae rzerer-montag/
- Führende Demokraten des Repräsentantenhauses um Nancy Pelosi hofften, dass eine zuvor erlangte Senatsmehrheit beim zweiten Anlauf genügend Druck auf die rebellischen Abgeordneten ausüben könne. “Der Senat sollte jetzt zu erst abstimmen, dann schicken wir den Gesetzentwurf zurück ins Repräsentantenhaus,” sagte der Vorsitzende der demokratischen Fraktionsgruppe, Rahm Emanuel. Paulson und der republikanische Vorsitzendes des Finanzausschusses, Barney Frank, hatten diesen Weg bereits vor der Montagsabstimmung vorgeschlagen, hatten sich damit jedoch nicht durchsetzen können.

Aha, 2 typische Exponenten des linken Flügels der Einheitspartei unter einer Decke mit den Neo©ons, wie nicht anders zu erwarten. Konkreter eine posthum-Sicht:

aus http://www.bollyn.info/home/articles/polphil/the-%24700-bill ion-zionist-bail%11out/
- By a vote of 263-171 the $700 billion "bail-out" bill passed the House of Representatives, who ignored the strong public opposition and gave in to fear tactics, the special interests, and the brutal pressure of the Zionist caucus leader of the Democratic Party, Rahm Emanuel.  This is a massive betrayal of the American people.

Wer hätte das gedacht? Und nun die Steigerung von grotesk:

aus http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/uswahlen-2008/news/Barac k-Obamas-wichtigster-Mann-steht-bereit/story/17057074
- Eine der wichtigsten Entscheidungen, die der designierte Präsident bald treffen muss, wird die Berufung seines Stabschefs sein. Diesem kommt eine Schlüsselrolle bei der Klärung der anstehenden Personalfragen in den kommenden zweieinhalb Monaten zu, bis Obama den Amtseid ablegt. Gute Karten für dieses wichtige Amt hat der Kongressabgeordnete Rahm Emanuel, wie aus Kreisen der Demokratischen Partei verlautete. ... . Er arbeitete bereits bei Präsident Bill Clinton im Weissen Haus. Mittlerweile gehört er zur Führungsriege der demokratischen Fraktion im Repräsentantenhaus.

Jubel-Trubel-Heiterkeit, welchen Henker hätten'S denn gern? Oooch, ich schöpf den Rahm - der mit dem Teufel tanzt - Emanuel als Stabschef der Weissen Hütte. Gaaaanz-gaaanz doll USA!!! Noch grotesker wird die Tatsache dadurch, dass auch eine Ikone vom Format einer Naomi Klein nicht in der Lage ist oder sein will (to can or not to can or want), auf diesen Umstand hinzuweisen. Eine Groteskness übertroffen nur noch durch stupide Wählermassen, welche erst durch die offenkundig peinliche Schmach der verlorenen Kriege im Irak und Afghanistan zur "Besinnung" finden, flugs nach dem nächsten Strohhalm greifen, und diesen ebenso konsequent auf die intracraniale Strohdeponie oben drauf pappen. Dort spielt der gemeine Wähler höchstwahrscheinlich Strohhalmmikado um auszubröseln, warum Bush zwar pöse ist, aber dennoch nicht zur Achse des Pösen gehört und v.a. warum man selbst seine Hände aus tiefster Überzeugung in Unschuld wäscht.

Klar, dass bei solch einem Massen-Masochismus bloss ein weiterer Peiniger in Frage kommt, wir brauchen einfach nur einen besseren Sand-in-die-Augen-Streuer, einen neuen Rattenfänger der für uns die Realität verdrängt, unsere geliebten Illusionen am Leben erhält. Wer dem widersprechen möchte, der überdenke bitte zunächst den überbordenden Fürspruch, den die gleichen Wähler ihrem Auslaufmodell Bush während seiner schlimmsten Propagandatouren schenkten. Gegen soviel Ignoranz ist kein Kraut gewachsen, und auch kein Kapitalismus. Deshalb werden wir immer nur einen Schönwetterkapitalismus bekommen, wird es mit dem Homo sapiens nie einen Freien Markt geben. Er fühlt sich am wohlsten an einer unfühlbaren Leine, bildet sich de jure ein frei zu sein und ist de facto lediglich eierlegende Wollmilchsau.

Die USA, die verzweifelten Staaten, präziser EUSrael, eine nimmer enden wollende Realsatire der Geschichte. Höher, weiter, grösser :-) Go Obamasama, go-tt

Ich tippe im besten Fall auf c), angesichts seines Jobs als Politiker realistischerweise auf d)

Die Amis auf Kurs
kosh

Geschrieben von: kosh, am 07-11-2008 10:05
To can or not to can

Gesagt getan, respektive eben nicht. M.a.W. wie gesagt, nicht wollen dürfte eher zutreffen. Das Wort zum Change:

aus http://www.tagesschau.de/ausland/uswahl136.html
- 2006 stimmte der Senator für die Verlängerung des Patriot Act, würde ihn aber als Präsident einer Prüfung unterziehen wollen. Auch Obama würde Guantanamo nach eigenen Angaben schließen.

Als Präsident wäre er möglicherweise dagegen, aber als Abgeordneter ist er dafür. Opportunismus pur, und selbst wenn er es durchziehen würde, nicht Change wäre die Folge sondern schlicht und banal die Flucht zum status quo ante. Kann er, darf er oder will er überhaupt oder nicht, diesem Fragenkomplex werde ich mich in nächster Zeit verstärkt widmen. Dass Obamasama nicht mit dem Iran reden dürfen soll, ist angesichts seines zionistisch getünchten Stabsschefs nicht wirklich überraschend:

aus der Hofberichterstattung http://www.focus.de/politik/ausland/israel-usa-israel-warnt- obama-vor-dialog-mit-iran_aid_346609.html
- Israels Außenministerin Zipi Livni hat den künftigen Präsidenten der USA Barack Obama davor gewarnt, den Dialog mit dem Iran wieder aufzunehmen. Laut Livni könne dies vom Iran als Schwäche Obamas und somit der USA ausgelegt werden. Israel wird keinen Dialog mit dem Iran unterstützen.

Achtung Realsatire: Wenn sich jemand gegen das EUSraelische Mitläufertum auflehnt, sich in den militärisch-industriellen Orkan stellt und wider alle Widerstände das Gespräch sucht, dann braucht die Welt dringend israelische Interpretationshilfe, ungefragt selbstverständlich, wie nicht anders zu erwarten, durch die Hofberichterstattung professionell und unvoreingenommen vermittelt: stark ist schwach und schwach ist stark. Beugt er sich, dürfte ihm die Bezeichnung Black Bush sehr GUT anstehen. Bislang hat er sich äusserst manierlich gebeugt, zum nächsten Schritt der Hofberichterstattung:

aus http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,588987,00.html
- Obama startet Offensive als Weltpolitiker

Nun möchte man vielleicht meinen, offensiv im Sinne von Change die massgebliche Welt, doch weit gefehlt:

- Er telefonierte mit Angela Merkel, Nicolas Sarkozy, aber nicht mit dem Kreml: Barack Obama hat mit wichtigen Staats- und Regierungschefs über Auswege aus der Wirtschaftskrise verhandelt. ... nach Angaben seiner Sprecherin Stephanie Cutter ...

Alter Wein in neuen Schläuchen, alle "wichtigen Staats- und Regierungschefs", als man sich ausserdem zu merken hat als "wichtig" eingestuft zu werden - GB, Australien, Kanada, Israel, Jap, Mexiko, Südkorea. Der Change beginnt im Kopf - als Black Bush gestern Morgen in den Spiegel geschaut hat, muss er glatt die Parole von unserem Adolf vergessen haben. Gerade weil Medwedew ihn während seiner Rede zur Lage der Nation überging, hätte es Black Bush als Stärke ausgelegt werden können, aussergewöhnlich staatsmännisch sogar, wenn er ihn dennoch mit einem Höflichkeitsanruf statt mit Verachtung bedacht hätte. Aber wie gesagt, stark ist schwach und schwach ist stark. Diese Doktrin funktioniert erfreulicherweise auch ohne Aufforderung aus Jerusalem, ergo darf ich bis zum Beweis des Gegenteils davon ausgehen, dass er bewusst auf einen Change verzichtet. Die üblichen Ausreden dürften ihre Gültigkeit behalten.

Ebenfalls nicht im Reigen der wichtigen "wichtigen Staats- und Regierungschefs", China und Indien. Wobei gerade China für "Auswege aus der Wirtschaftskrise" entscheidende Impulse liefern könnte. Na ja, aus insgesamt rund 2,5 Milliarden Reisfresser und den restlichen Peanuts irgendwo im nirgendwo des weissen Flecks in der asiatischen Pampa können per Definitionem nicht wirklich wichtige Staats- und Regierungschefs hervorgehen, oder, was denkt Ihr? Dabei hätte ihm wohl selbst die Livni kaum einen Vorwurf gemacht, wenn er in Peking seine Adresse hinterlassen hätte. Auch in dieser Betrachtungsweise, kein Change. Aber das ungemein "wichtige" Südkorea musste unbedingt mit drauf. Aus wirtschaftskritischer Sicht kaum notwendig unter den Top 9 der "wichtigen Staats- und Regierungschefs", dafür aus strategischer Sicht eines hegemonial denkenden No-Change umso mehr:

- Dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak sagte Obama nach Angaben von dessen Büro, die Beziehungen zwischen beiden Staaten seien ein Eckstein für Frieden und Sicherheit in Asien.

"Eckstein für Frieden und Sicherheit in Asien" ergo "Auswege aus der Wirtschaftskrise". Das riecht süffig nach Brzezinskis CFR, aber auch deshalb müssen wir uns keine Sorgen machen, die alten Gewohnheiten einer abgestandenen Einheitspartei eben. Von Change keine Spur abgesehen vom Teint des neuen Präsidenten:

aus http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/4/0,3672,7399876,00.html
- ... Berlusconi hat den künftigen US-Präsidenten Obama als "jung, ansehnlich und sogar gebräunt" beschrieben.

Jung und gebräunt dürfte als gesichert durchgehen, während AFP sich nicht recht festlegen kann:

aus http://afp.google.com/article/ALeqM5j6cbsq7-5lrUEcOtzIRnmR78 HLBg
- Berlusconi lobt Obama als "jung, schön und gebräunt"
... "Er ist jung, hübsch und gebräunt", sagte Berlusconi bei einem Besuch in Moskau.

Bild, Blick, SpOn, Glückspost und all die anderen werden sich um den messianischen Schnügel reissen, wobei "gebräunt" nicht unbedingt aus der Schatulle stammt, die sich ein Politiker im deutschsprachigen Raum ersehnt. Der Jörgl wäre allein aus diesem Grund nie als ansehnlich, geschweige denn hübsch durchgegangen :-)

Die Amis auf Kurs
kosh

Geschrieben von: Gold Ankauf website, am 21-01-2011 07:56
Wie immer ein wirklich gelungener Artikel, dem man nichts hinzufügen muss. Danke. Gruss Sven

Geschrieben von: kosh, am 21-01-2011 14:56
Guantanamo Olé

Danke @sven, gerade rechtzeitig zur Verkündigung ...

aus http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,740564,00.html
- Barack Obama rückt endgültig von einem seiner Wahlversprechen ab: Der US-Präsident will das Lager in Guantanamo laut einem Pressebericht nicht mehr schließen, sondern sogar neue Militärtribunale starten.

... hast Du @HRRs Faden aus den vergeben und vergessenen Tiefen gefischt um den Anschluss an die losen Enden zu ermöglichen. Was immer der Dalai Bama in die Waagschale legte, die Gottgleichen waren spendabler:

- Barack Obama fügt sich der politischen Realität.

Eine Realität, an der er nicht ganz unbeteiligt ist:

Der US-Präsident hat das Gefangenenlager Guantanamo bisher nicht geschlossen - und sieht offenbar auch keine Chance, das in nächster Zukunft zu tun.

Fazit: Wer die Qual hat, hat keine Wahl.
Genau genommen hatte er eh nie eine Wahl, ausser die welche ihn direkt in Onkel Toms Baracke zauberte. D.h., eigentlich hatte das Volk die Wahl der Wahl fern zu bleiben, doch es wählte die Qual. Es wählte sein leuchtendes Blendwerk und nun ist das eingetroffen, was zu erwarten war. Auch noch das Minimum unter den kümmerlichen Wahl-Traktanden ist gestrichen: versprochen ist gebrochen und erbrochen. Und das völlig überraschte Wahlvolk ist ja soooooh enttäuscht über dieses späte Wahlgeschenk, ohne mit der Wimper zu zucken vor die Füsse gekotzt - Yes we can :-)

And we can noch viel mehr als das, was der GrössenWahn vor ihm schon gekonnt hatte:

- Nun will er laut einem Pressebericht vermehrt Militärtribunale vor Ort für die strafrechtliche Verfolgung der verbliebenen Häftlinge nutzen.

Ja der Dalai Bama, der ist voll der Bringer, "he can all" das noch viel besser, weil er der beste Staubsaugerverkäufer gegen Seele ist. Wer ist noch besser als Bush? Black Bush! Dank ihm ist es den Stupid White Men gelungen, überwunden geglaubte Kulturerfolge wieder salonfähig zu machen - Folterknecht statt Lebensmittelmarken, therapeutisch begleitet durch Pipileaks, fragen sie ihren Arzt und Assange. Das Volk wollte Qual, wir bieten Qual. Danke Hussein, danke! Endlich wieder Perspektiven für die Jugend.

Die Amis auf Kurs
Grüsse
kosh


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