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Darfs ein bisschen mehr sein? - Es darf! |
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Freitag, 7. August 2009 |
Blättern wir zurück. Im Oktober des vergangenen Jahres verkündete
Peer Steinbrück eine Gehaltsobergrenze für Manager von Banken, die
Staatshilfe beziehen. 500'000 Euro und nicht mehr, hiess die Devise.
Daraus wurde leider nichts. Wie jetzt bekannt wurde, haben ausgerechnet
die von der Politik dominierten Landesbanken das Gesetz, äh, den Wunsch
Steinbrücks nicht eingehalten.
Trotz Milliarden-Staatshilfe halten sich Landesbanken nicht an die
Gehaltsbegrenzug für Bank-Vorstände. So hätten etwa die Führung der
WestLB 2008 durchschnittlich mehr als eine Million Euro verdient -
erlaubt sind 500.000 Euro, berichtete das ARD-Magazin Panorama am
Donnerstagabend.
Also dann, hinter Schloss und Riegel mit den Gesetzesbrechern. Doch so einfach scheint das nicht zu sein.
Peer
Steinbrück: «Wo Banken über Garantien hinaus mit Kapital gestützt
werden, erwarte ich von den Ländern, dass sie ähnliche Auflagen wie der
Bund machen», sagte Steinbrück. Auf Bundesebene sind direkte
Staatshilfen an strenge Bedingungen geknüpft. So dürfen Bankvorstände
nicht mehr als 500.000 Euro Jahresgehalt verdienen, Bonuszahlungen sind
verboten.
Die Politik hat ausgerechnet bei den Banken vergessen,
die Richtlinien durchzusetzen, bei denen sie selbst im Aufsichtsrat
sitzt. Nasowas. Dennoch interessiert natürlich die Begründung. Beispiel
Nordrhein-Westfalen:
Das Finanzministerium vertritt die
Auffassung, bei der Vergabe der Landeshilfen habe sich «keine
Notwendigkeit» ergeben, diese an Gehaltsdeckelungen zu knüpfen. «Zu
diesem Zeitpunkt war die Deckelung von Vorstandsgehältern überhaupt
nicht Bestandteil der öffentlichen Diskussion.»
Ein Arzt würde Alzheimer diagnostizieren.
Landesbanken zahlen weiter Luxusgehälter
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