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Mittwoch, 6. Mai 2009 |
Das Schlimmste ist nun hinter uns, vermelden die Experten der
Finanzindustrie. Es sind die gleichen Experten, die uns vor gerade
einmal ein paar Monaten vor einer Weltwirtschaftskrise gewarnt hatten.
Was stimmt denn nun und was dürfen wir noch glauben? Sollen wir den
Champagner kalt stellen oder den Vorrat an Magenbitter aufstocken?
Die vier Sätze, die Sie gerade gelesen haben, stammen aus einem Blogartikel vom 19. Mai 2008: Champagner oder Magenbitter?
Wir
stecken offenbar in der genau gleichen Stimmungslage. Die Börsen
haussieren trotz schlechter Wirtschaftsmeldungen. Aber dieses Mal kommt
es wirklich besser, sagt Bernanke:
US-Notenbankchef Ben Bernanke
rechnet in den USA mit einem Wirtschaftswachstum von zwei Prozent im
Jahr 2010 und von vier Prozent im Jahr 2011. Dies habe der Fed-Chef
Senatoren der Republikaner mitgeteilt, sagte Senator John Ensign. (Quelle)
Nun,
immer wenn Bernanke mit etwas rechnet, bekomme ich nervöse Zuckungen.
Vom Februar 2008 stammt folgende Prognose aus der Feder des
Notenbankchefs:
"Ich erwarte keine grösseren Probleme bei den international aktiven Banken, welche substantiell sind für das Finanzsystem." (Quelle)
Nun
gut, da hat er Pech gehabt. Und wenn ich gerade in meinem Archiv am
Stöbern bin, dann möchte ich Ihnen auch folgendes nicht vorenthalten,
datiert vom 2. Mai 2008
Henry Paulson, Finanzminister der USA,
ist frohen Mutes und sieht wieder das Licht am Ende des Tunnels und
ähnlich tönt es auch von der Bank von England; sie hält die durch die
Finanzkrise verursachten Verluste der Banken für weit übertrieben.
Tja,
und die Investoren hatten diesen Experten doch tatsächlich geglaubt und
sie tun es heute noch. Manche Dinge ändern sich eben nie.
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AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze
Erhalten von: Die Blicke in die Wirtschaft am 7. Mai 2009 | Blick Log , am 07-05-2009 06:36 (PB) [...] ZW: Copy - Paste [...] |