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Citigroup's letzter Tanz PDF Drucken E-Mail
Freitag, 21. November 2008
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Citigroup's letzter Tanz
Seite 2
"Wenn die Musik stoppt in Sachen Liquidität, dann werden die Dinge kompliziert, aber solange die Musik spielt, musst du aufstehen und tanzen. Wir tanzen immer noch!" Das ist der legendäre Ausspruch des ehemaligen CEO der Citigroup Chuck Prince vom Juli letzten Jahres. Es sollte zu einer der grössten Fehleinschätzungen eines Aushängeschildes der Wall-Street werden und davon gibt es wahrlich genug. Inzwischen ist die Citigroup auf Grund gelaufen und niemand weiss, wie man den Supertanker vor dem Absaufen bewahren könnte.

Gebeutelt von der Kreditkrise spielt die Citigroup inzwischen auch radikale Szenarien durch. Die bis vor kurzem noch grösste Bank der Welt soll laut dem Wall Street Journal einen Verkauf des Unternehmens oder zumindest von Teilen erwägen. Die Citigroup kommentierte die Spekulationen nicht.

Nimmt man den Verlauf des Aktienkurses als Richtschnur, dann stehen die Käufer nicht Schlange vor dem ehemals stolzen Finanzinstitut und das aus gutem Grund.

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Schauen wir uns die Bilanz mal etwas genauer an:

Citigroup hat Assets von 2050 Mrd $ in ihrer Bilanz, inklusive 63 Mrd $ an "Goodwill und immatriellen Werten", die nur mit viel gutem Willen noch einen Wert haben. Das Aktienkapital beträgt 151 Mrd $, welches auch 25 Mrd $ aus dem staatlichen TARP-Programm enthalten. Das ergibt einen Leverage (Aktienkapital/Fremdkapital) von ca. 14 und nicht 10, wie uns die Bank mit ihrem Tier-1 Ratio glauben machen will.

Per Ende September gehörten zu den Assets noch immer 90 Mrd $ aus dem Hochrisiko-Bereich, also Vermögen, von denen niemand weiss, was sie wert sind (Quelle: Economist). 

Doch der wirklich beängstigende Teil befindet sich ausserhalb der Bilanz, denn Citigroup hat laut Economist dort noch 1200 Mrd $ herum liegen und weil diese ausserhalb der Bilanz sind, darf munter spekuliert werden, um was es da genau geht.

Geht man davon aus, dass die 90 Mrd $ im Hochrisiko-Bereich gegen Null tendieren, was mit Blick auf die Märkte in diesem Segment nicht völlig fehl am Platze ist und geht man davon aus, dass in den kommenden Monaten noch das eine oder andere Prozent auf den Positionen innerhalb und ausserhalb der Bilanz abgeschrieben werden muss, dann ist die Bank Bankrott.



 
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