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Amerikanischer Kniefall vor asiatischen Investoren |
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Montag, 4. August 2008 |
Ohne Moos nix los, sagt der Volksmund und Moos ist ein rarer Stoff in den USA geworden seit die Kreditkrise ausgebrochen ist. Das macht die Amerikaner gefügig für Wünsche aus dem Ausland ohne deren Zahlungen die USA den Gürtel noch enger schnallen müssten als es bereits der Fall ist. Ein solcher Wunsch wurde laut Recherchen von Bloomberg vor kurzem an Finanzminister Paulson heran getragen. Es ging um die Rettung der klammen Hypo-Schwestern Fannie und Freddie.
Investoren aus Asien - die grössten ausländischen Stakeholder von Fannie und Freddie - haben das Finanzministerium "gebeten" die zwei Unternehmen zu unterstützen, schreibt Bloomberg und bezieht sich auf drei Personen, die Kenntnis von solchen Gesprächen hätten.
Es war am Samstag den 12. Juli als der CEO von Fannie Mae Daniel Mudd zusammen mit seiner Ehefrau bei einem Glas Wein in ihrem Haus in Washington sass als um 22.00 Uhr Finanzminister Henry Paulson anrief.
Paulson erzählte Mudd, dass er einen Plan habe das Vertrauen in Fannie und Freddie wieder herzustellen. Es war der Beginn der Rettungsaktion, die später in den Medien verkündet werden sollte..
Am nächsten Nachmittag - also kurz bevor die Börsen am Montag morgen in Asien wieder öffneten - verkündete Paulson den Rettungsplan und sagte, dass er die Erlaubnis einholen werde in unbegrenzten Umfang Aktien und Anleihen der Unternehmen kaufen zu können falls dies nötig sein sollte. Gleichzeitig solle die amerikanische Zentralbank FED Fannie und Freddie direkt Geld ausleihen können. Der Kongress baute diese Forderungen in einen breiteren Massnahmenkatalog ein, der letzte Woche von Präsident Bush verabschiedet wurde.
Das muss ein bitteres Wochenende für die USA gewesen sein, die sich seit Jahrzehnten gewohnt sind selbst die Forderungen zu stellen...
Mehr dazu: Fannie's Mudd Soothed Asian Investors as Bonds Rose
Wer nun erwartet hatte, dass bei der nun für alle sichtbar prekären Lage des Finanzsystems der Goldpreis steigen würde, sah sich enttäuscht. Eine Erklärung dafür stand in Geheime Hilfen für Herrn P bei Welt-Online:
Just in der Woche nach Paulsons Rettungsaktion verkaufte das Eurosystem (EZB plus alle Notenbanken der EU) Gold und Goldforderungen in Höhe von 578 Mio. Euro. - in einer Woche wohlgemerkt. Paulson hat wohl mit dem EZB-Präsident Jean-Claude Trichet telefoniert. Anders kann man solche Verkäufe zur Wahrung des Scheins nicht interpretieren. Darüber hinaus widersprechen sie inhaltlich dem sogenannten "Washington Gold Agreement" (WGA II), denn die EZB hatte nach eigener Aussage die Goldverkäufe in diesem Fiskaljahr (September bis August) bereits abgeschlossen. Aber, wo kein Kläger, da kein Richter.
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