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Mittwoch, 11. Januar 2012 |
Ein deutscher Moderator bringt die eidgenössische Volksseele zum
Kochen. Mit der Ankündigung "Wir sind eine Bananenrepublik" hat Frank
Meyer von N-TV einen empfindlichen Nerv der Eidgenossen getroffen, die
das Patent seit der Hildebrand-Affäre für sich selbst beanspruchen.
Christoph Blocher poltert, "wir lassen uns die Früchte unserer Arbeit
nicht nehmen".
Die Südseefrucht sorgt für viel Wirbel und droht die Beziehungen
zwischen den zwei Ländern zu belasten. Der Zürcher Tages-Anzeiger titel
in grossen Lettern: "Wer hats erfunden?" und fordert offene Grenzen für
guatemaltekische Gastarbeiter. Derweil wechselt der SVP-nahe Professor
Geiger die Saiten und verkündet in der NZZ: "Wir sollten uns von den
schrillen Tönen nicht beeindrucken lassen." Zur Beruhigung empfiehlt er
Violinenunterricht. Peer Steinbrück droht via Bild-Zeitung: "Die
Indianer überspannen den Bogen."
In Griechenland schiessen
Bananenplanten wie Pilze aus dem gewässerten Boden, während Mario Monti
verzweifelt ausruft: "Wir haben mehr Erfahrung mit krummen Dingern." In
Spanien wird die Goldene Banane verliehen. Sponsor ist der
Schwiegersohn von Juan Carlos, der in dubiose Geschäfte verwickelt sein
soll.
Renate Kompost .... Künast ... möchte die Schalen zu
Biosprit verwerten, um der CO2-Belastung Herr .... Frau zu werden.
"Lanz kocht" schaltet eine Sondersendung zu Bananemmousse mit dem
emotionsgeladenen Titel "Ich bin gerührt!" und Hennes & Mauritz
lockt seine Kundschaft mit einer gelben Kollektion in die Läden.
Auch
an den Finanzmärkten bleibt kein Palmblatt auf dem andern. Josef
Ackermann kündigt die Emission von Fair-Trade-Zertifikaten an, Chiquita
wirft Optionen auf den Markt und der arbeitslose Philipp Hildebrand
meldet sich als Hedge-Fonds-Manager von "Yellow Perles" in der
Oeffentlichkeit zurück. Der CEO dieser Firma ist Mr. Monk - ein
Schimpanse, der schon seit Jahren für Furore an den Börsen sorgt. Nur
Marc Faber sieht die Zukunft in düsteren Farben und warnt vor einer
Manie. Sekundiert wird er von Nassim N. Taleb, der es mit "Die schwarze
Banane" in die Spiegel-Bestsellerliste schafft.
Bundespräsident
Wulff kann mit diesem ganzen Affentheater nichts anfangen und taucht
unter. Wer bei ihm anruft, den erwartet nur das Beatles Lied "Yellow
Submarine" Artikel kommentieren | Zu Favoriten hinzufügen (0) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 2666
Geschrieben von: Lars , am 15-01-2012 11:02
sind wir nicht alle ein bisschen Banane? zu erähnen wäre da noch das neue Motto von Herrn Rösler "Deutschland schuldenfrei!" Wenn einem so gar nichts mehr einfällt um den dümmsten Leser noch irgendwo einzufangen...unrealistischer gehts nicht mehr! oder... Parteikollege Lindner erlaubt sich eine einzige kalkulierte Zuspitzung, die aber umso schmerzhafter ausfällt. Er mokiert sich über den breitbeinigen SPD-Parteichef Sigmar Gabriel, der pauschal Spekulanten kritisiere. Dessen Vorschläge zur Finanzpolitik hätten „den Charakter einer rektalen Zahnbehandlung. Man kommt nicht zum Ziel, richtet aber viel Schaden an.“ viele Grüße, Lars Geschrieben von: Jennifer , am 15-01-2012 11:06 Schön, dass viele Leute diese Affäre um Wulff mit Humor nehmen. Persönlich bin ich nicht der Meinung, dass wir eine Bananenrepublik sind (grad wenn man uns mit anderen euro. Ländern vergleicht). Trotzdem sind solche Aussagen immer ein guter Grund zum diskutieren. Artikel kommentieren
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