Es hätte so schön sein können, wenn nur die Gier nicht so gross gewesen wäre. 10 Jahre nach der Fusion von Bankverein und Bankgesellschaft galt die UBS als eine der grössten, sichersten und vertrauenswürdigsten Banken der Welt. Dies galt noch bis vor ein paar Monaten. Jetzt ist sie sogar auf Unterstützung aus Singapore und einem arabischen Investor angewiesen, um nicht von der Klippe hinunter zu stürzen.
Bereits vor ein paar Monaten hatte ich darauf hingewiesen, dass bei der UBS noch einiges unter dem Teppich liegt. Langsam wird den Investoren das wahre Ausmass bewusst. Ob der neuerliche Abschreiber von 10 Millliarden US Dollar die Bank wieder nach vorne schauen lässt, kann angesichts der sich vertiefenden Krise im amerikanischen Immobiliensektor nicht beantwortet werden. Dennoch war es ein Schritt in die richtige Richtung – ein Schritt zurück von der Klippe, die in den Abgrund hätte führen können.
 (Bild gefunden bei Immobilienblasen)
Es ist eine Ironie des Schicksals, dass der Retter in Not ein staatlicher Investor aus Asien ist und eine Schweizer Bank unterstützen muss, deren Vertrauens- und Eigenkapital in hohem Masse von ein paar wenigen grössenwahnsinnigen Händlern in den USA verspielt wurde, die mit ihren halsbrecherischen Aktionen auch noch reich geworden sind.
Zumindest der Chef himself, Marcel Ospel zieht seine Konsequenzen aus dem Debakel:
Ich will und erwarte keinen Bonus
Auch dies ein Schritt in die richtige Richtung, denn ein Bonus hätte er sicher erhalten, katastrophale Leistung hin oder her. Das System, wie ein Bonus zustande kommt, lässt dies zu.
Was das Aufdecken der wahrscheinlichen Verluste bei der UBS für andere Banken heisst, kann noch nicht beantwortet werden. Die UBS ist aber sicher nicht das grösste Opfer, die anderen haben nur den Schritt in die richtige Richtung noch nicht gemacht und ob alle von der Hilfestellung von Staatsfonds werden profitieren können, ist nicht anzunehmen.
Pressemitteilung der UBS Wer ist GIC ? Audo-Interview mit Marcel Ospel Staatsfonds: Alptraum der Wall Street (Trackback)
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Geschrieben von: Harry R., am 10-12-2007 13:02 Kann mir ein Bänker erklären, wie man so blöd sein kann, das Kapital für überbelehnte Häuser bei den durchgeknallten Amis anzulegen ? Nachdem nun die UBS, unser Nationalheiligtum, die Gier nicht zu zügeln wusste, lege ich als kleiner KMU mein Geld nur noch dort an, wo es sicher ist, in der eigenen Firma ! Wenn Ende Jahr die Kontoauszüge der Banken kommen und die Spesen wieder höher als die Zinsen sind, weiss man wieder, wo die Banken das Geld am leichtesten verdienen und überlegt sich, die Franken wie die Urgrossmutter unter das Kopfkissen im Sparstrumpf "zu versorgen"  Geschrieben von: Michael, am 10-12-2007 15:58 Genau, das Kopfkissensparen und Zinsverzicht überzeugt zu höheren Zinsen und ist der Schrecken aller Bänker, die dann leider feststellen müssten, dass sie längst pleite sind, auch wenn die Zentralbank noch soviele Garantien gibt, wären alle Banken bei derartigem Massenphänomen hin.  Geschrieben von: Michael, am 13-12-2007 20:03 Dieses Kopfkissensparen wird sich allgemein nicht verbreiten. Die Menschen sind zu dumm, um zu verstehen, was die Bänker mit ihren Spareinlagen zaubern. Trotzdem ist es zu gewissem Masse anzuraten, denn es führt in diesem Masse zu Deflation, dem Gegenteil von Inflation. Die Bänker werden dann sehr wohl die Inflation mit steigenden Zinsen abwürgen. Was die Ami-Papierchen anbetrifft, die 1,6 Billionen werden so oder so liquidiert, also verlieren die Banken weltweit minimal 400 Mrd. Dollar. Daraus folgt, dass 1,6 Billionen Dollar Kredit, deren Sicherheit die Subprime waren in Not geraten. Besser jetzt als nie. Die Krise ist also wirklich übel. Notfalls müsste das US-Bankensystem reformiert werden, mit der FED klappt das einfach nicht mehr, seitdem dieser globale Unfug um sich gegriffen hat.  Artikel kommentieren
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