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Kreditverknappung - der nächste Dominostein |
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Dienstag, 14. August 2007 |
"Kredite sind der Motor der Wirtschaft. Je mehr Schulden aufgenommen werden, desto mehr brummts in den Fabrikhallen", schrieb ich vor einem Monat im Artikel Der Domino-Effekt in der Wirtschaft. "Ein neuer Kredit löst eine neue Einnahme aus, welche wieder ausgegeben werden kann usw. Können aber keine neuen Kredite mehr aufgenommen werden oder noch schlimmer - die alten nicht refinanziert werden, dann läuft das Dominospiel von der Gegenseite." Und diese Gegenseite läuft zur Zeit ab wie im Bilderbuch.
Obwohl die Zentralbanken versuchen mit ihren Liquiditätsspritzen das Dominospiel zu unterbrechen, gelingen mag es ihnen bislang nicht, wie folgende Meldung deutlich macht:
Die Banken in den USA haben in den vergangenen drei Monaten damit
begonnen, ihre Bestimmungen für die Vergabe von Immobilienkrediten zu
verschärfen. Dies betrifft vor allem die Regeln für Kreditnehmer, deren
Zahlungskraft als unsicher eingestuft wird, wie aus einem Bericht der
US-Zentralbank (Fed) hervorgeht. Die Erhebung wirft ein deutliches
Schlaglicht auf die Probleme am Immobilienmarkt der USA, der die
Finanzmärkte weltweit in Unruhe versetzt hat.

Die Studie der Fed ergab, dass von 49 großen Banken lediglich 16 im
sogenannten Subprime-Markt tätig sind, wie das Hypothekengeschäft mit
potenziellen Risiken genannt wird. Von diesen haben neun in den
vergangenen drei Monaten ihre Bestimmungen verschärft. Selbst bei den
Kreditnehmern ohne erkennbare Risiken haben zehn Prozent der Banken
ihre Bestimmungen für die Vergabe von Hypotheken restriktiver gefasst.
Die Vereinigung der Hypothekenbanken in den USA berichtete kürzlich,
dass 15,75 Prozent der Subprime-Kreditnehmer mit ihren Zahlungen seit
mindestens 30 Tagen in Verzug seien. Dies bedeutet einen Höchststand.
Die Krise bei den Subprime-Hypotheken hat Schockwellen an den
internationalen Aktienmärkten ausgelöst. Aus Sorge um mögliche
Liquiditätsengpässe der Geschäftsbanken drückten die Notenbanken in den
USA, Europa und Japan Milliardenwerte in den Geldmarkt, auf dem sich
die Institute kurzfristig mit Bargeld versorgen. Bis vor ein paar Wochen hiess das Credo "je mehr Kredite, desto besser". Inzwischen hat der Wind gedreht und die Banken und Investoren sind risikoavers geworden. Sollte sich daran in den nächsten Wochen nichts ändern, sind auch die jetzt so viel gepriesenen Fundamentaldaten schnell im Eimer. (Trackback)
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Geschrieben von: Finanz Blog , am 08-11-2007 10:54 Auch wenn sich die restriktivere Kreditvergabe bis jetzt fast nur auf den Hypothekenmarkt erstreckt, sind ihre Auswirkungen ja schon spürbar und an den Weltbösen auch sichtbar. Wie ja im Beitrag treffend beschrieben wurde, sind Investitionen der Motor jeder Wirtschaft. Schon eine eingeschränkte Vergabe von Hypothekenkrediten führt in Windeseile zu entsprechenden Einbußen im Bausektor und wirkt sich somit direkt auf das Wirtschaftswachstum aus. Daher bin ich schon jetzt auf die Konkunkturdaten der nächsten Monate gespannt. Artikel kommentieren
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