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Der Einfluss der Staatsfonds |
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Freitag, 28. September 2007 |
Der schon jetzt bei Industrie und Politik in Europa gefürchtete chinesische Staatsfonds mit einem Kapital von 200 Mrd. Dollar (142 Mrd. Euro) geht am Samstag offiziell an den Start. Und mit 200 Mrd. Dollar kann man ganz schön viel bewegen an den Finanzmärkten, vor allem dann, wenn das Geld in Hedge Fonds wie Blackstone investiert wird, welche dank Krediten ein Mehrfaches davon unter ihre Kontrolle bringen können.
Doch was heisst das für die Börsen, wenn politische Interessen die Investitionen dominieren? Wer weiss denn schon, welche Kriterien für die Chinesen Priorität haben: Rendite oder Geopolitik? Geld ist auf jeden Fall genug da, um die Finanzmärkte mit Hilfe westlicher Banken und Hedge Fonds nach ihren Interessen zu formen. Freie Marktwirtschaft das war einmal, wenn es sie überhaupt einmal gegeben hat.
Bei Recherchen zum Thema Staatsfonds bin ich auf einen noch viel grössen Fonds gestossen: den Abu Dhabi Investment Authority, der laut Wikipedia 875 Milliarden US Dollar verwalten soll und den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört. (VAE grenzt an Saudi Arabien und hat 2.5 Millionen Einwohner). Wo dieser Fonds investiert, ist nicht bekannt, abgesehen von Meldungen wie diese hier:
Carlyle verkauft Anteil an Investmentfirma in Abu Dhabi
Die Carlyle Group ist eine US-amerikanische Investment-Firma. Nach eigenen Angaben ist sie eine der größten privaten Investment-Firmen weltweit. Die Carlyle Group wurde 1987 von William E. Conway Jr., Daniel A. D’Aniello, David M. Rubenstein und Stephen L. Norris gegründet. Auch Salim bin Laden, ein älterer Bruder von Osama bin Laden, war an dem Unternehmen beteiligt. Sie benannten es nach dem New Yorker Hotel „The Carlyle”. 1989 - zwei Jahre vor dem ersten Golfkrieg - wurde Frank C. Carlucci (ehem. US-amerikanischer Verteidigungsminister und CIA Vize-Direktor) ins Unternehmen geholt. Seither ging es steil aufwärts. Der Guardian vom 31. Oktober 2001 spricht von einem „Expräsidenten-Club”, da John Major (UK) und Fidel V. Ramos (Philippinen) zum Beraterkreis gehören. ( Quelle) Ist es nicht schön zu beobachten, wie gut sich Menschen verschiedener Religionen verstehen, wenn sie die gleichen finanziellen Interessen haben...
Interessant im Zusammenhang mit Abu Dhabi ist die folgende zeitliche Koinzidenz. Die Vereinigten Arabischen Emirate wurden erst am 2. Dezember 1971 von Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen. Auch im Dezember 1971 fand in Washington eine eilends einberufene Währungskonferenz statt, um eine Lösung zu finden für die Turbulenzen an den Devisenmärkten, ausgelöst durch US-Präsident Nixon am 15. August 1971, als er die endgültige Aufhebung der Dollarkonvertibilität zum Gold bekannt gab. (Quelle)
Vielleicht leide ich hier etwas unter zuviel Phantasie. Ueberrascht bin ich aber dennoch, dass sich die westlichen Politiker soviele Sorgen um den chinesischen Staatsfonds machen, ohne den Abu Dhabi Fonds auch nur zu erwähnen. (Trackback)
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AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze
Erhalten von: Rohstoffknappheit in Deutschland bald erschreckende Wirklichkeit? , am 16-08-2011 08:17 (PB) [...] an der drohenden Misere ist der chinesische Staatsfonds, der schon seit einiger Zeit Rohstoffvorkommen, zum Beispiel in Peru, komplett aufkauft. Darüber [...] |