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Moody's verspielt sein Vertrauen |
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Mittwoch, 21. Mai 2008 |
Ein Computerfehler habe dazu geführt, dass die Ratingagentur Moody's AAA-Ratings für komplexe Finanzprodukte in Milliardenhöhe vergeben habe, schreibt die Financial Times in ihrer aktuellen Ausgabe. Entdeckt wurde dieser Fehler laut internen Dokumenten bereits anfangs des Jahres 2007, doch die Ratings wurden nicht angepasst.
Betroffen von diesem Fehler waren constant proportion debt obligations (CPDO), welche statt mit einem AAA-Rating vier Stufen tiefer hätten bewertet werden müssen. Nach Aufdeckung des Fehlers habe die Ratingagentur statt Anleger vom Irrtum zu unterrichten sein Bewertungsmodell geändert. Wenn sich diese Vorwürfe bestätigen, dann dürfte eine Prozesslawine die Folge sein. Moody's antwortete auf die Vorwürfe "wir werden eine komplette Untersuchung dieser Angelegenheit durchführen".
Dennoch kann es nicht wirklich überraschen. Ich hatte schon mehrmals auf den Interessenkonflikt bei den Ratingagenturen hingewiesen, die ihr Einkommen durch die Vergebung von Ratings verdienen.
Mehr dazu: Die Analysten zwischen zwei Stühlen
Unangenehm ist diese Geschichte auch für Warren Buffett. Seine Vermögensfirma Berkshire Hathaway ist der grösste Einzelaktionär von Moody's mit einem Anteil von 19.6 Prozent. Die Aktien von Moody's brachen um 16 Prozent ein.
Dass die Vorwürfe ausgerechnet CPDOs treffen, hat Symbolcharakter: Diese Produkte stehen für die Exzesse bei strukturierten Produkten. Sie erweckten mit ihren Top-bonitätsnoten den Eindruck höchster Sicherheit und boten Anlegern Renditen, die sonst nur Hochrisikopapiere bringen. Financial Times: Moody’s vergab falsche AAA-Noten
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