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Das Geschäft mit den Börsenprognosen |
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Dienstag, 26. Juni 2007 |
Wer keinen Namen in der Finanzindustrie hat, der prognostiziere eine Dow Jones 30'000 oder den nächsten Crash, wer bereits einen Namen hat, der drücke sich schwammig aus, ganz nach dem Motto - wenns nicht rauf geht, geht es runter.
In etwa so lässt sich die Oekonomie der Börsenprognosen kurz auf einen Nenner bringen. Der Namenlose hat nichts zu verlieren, braucht aber eine provokante Aussage, um überhaupt wahr genommen zu werden. Die Börsenanalysten der Investmentbanken scheuen hingegen klare Aussagen und lassen immer eine Hintertür offen. Sie möchten den Expertenstatus, den sie bei den Anlegern haben, nicht durch eindeutige Aussagen verlieren, denn wer eindeutige Aussagen macht, wird früher oder später auch eindeutig falsche Aussagen machen.
Deshalb sind Crashprognosen ein Geschäft der mehr oder weniger unbekannten Personen im Jahrmarkt der Börsenkommentatoren. Geht es gut, machen sie ein Geschäft im Kampf um Aufmerksamkeit, geht es schief, wird sich niemand daran erinnern und ein Jahr später wird die nächste Rakete gezündet.
Dennoch lese ich gerne Börsenkommentare, nicht wegen deren Prognosen, sondern wegen deren Analyse, damit ich meine eigene Prognose machen kann, die ich wenn überhaupt höchst schwammig von mir gebe oder mit Aussagen spicke wie "wir sind dem nächsten Crash viel näher als vor einem Jahr"  (Trackback)
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