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Ein Country-Lied für arme Banker |
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Montag, 19. November 2007 |
Merle Hazard ist eine singende Kunstfigur, im wahren Leben heisst er Jon Shayne und verdient sein Geld als Anlageberater in Nashville, Tennessee. Während Jon Shayne nur wenigen bekannt ist, sorgt sein Alter Ego Merle Hazard in den USA für Schlagzeilen – er besingt die Leiden der Wall Street Banker in einer nuschelnden Country-Version.
"Auch an der Wall Street geht es ja nur um Liebe und Verlust: Liebe zum Geld und Verlust desselben - sowie all der flüchtigen Statussymbole, die damit einhergehen", erklärt der Hobbykünstler mit Philosophie-Abschluss.
"In the Hamptons" heißt die urkomische Coverversion von Elvis Presleys "In the Ghetto" - ein Schwanengesang auf die Millionärsenklave 45 Helikopterminuten östlich von Manhattan wo sich gerne Wall Street Banker tummeln. Merle Hazard war zwar noch nie in the Hamptons, doch besteht er darauf, der einzige Country-Sänger zu sein, der sich dem schwierigen Stoff von mortgage-backed securities, derivatives und leveraged buyouts annimmt.
“Bond-trading man gets fired of course/And the lawyer for a pretty lady files for divorce/In the Hamptons.”
Vergangenen Sommer ging Jon Shayne als Merle Harzard - der Name ist angelehnt an moral hazard - erstmals mit dem Song "H-E-D-G-E" bei Youtube auf Sendung. Die Melodie hatte er bei Tammy Wynette’s “D-I-V-O-R-C-E” abgekupfert .
My H E D G E F U N D went bankrupt today Goldman Sachs took my fund away
I was leveraged 10 to 1 But it should've been 2 or 3 Oh how I wish I'd had A workinge H E D G E
Shayne, 46, selbst ein Fan des eher konservativ spekulierenden Aktiengurus Warren Buffett, besitzt in Nashville die Investmentberatung Shayne & Co. LLC, die mehr als 120 Millionen Dollar verwaltet. Um in seinem Metier nicht zu versauern, hat er sich schon öfter humoristisch betätigt.
Funny Songs Are Inspired by Sad Times for the Rich Die armen reichen Opfer der Kreditkrise (Trackback)
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